Ereignisreiche und spannende Wochen sind vorbei

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Kinderstadt
Insgesamt haben 120 Kinder bei den Spielen mitgemacht. Kostüme und Schminken waren sehr gefragt.

Jülich. „Die Ferienspiele waren soooo schön, nächstes Jahr sind wir wieder dabei...”. So und ähnlich klangen die Worte der Kinder und Eltern am letzten Tag der Ferienspiele. Zwei Wochen lang verwandelten 60 Kinder pro Woche mit 16 Betreuerinnen unter der Leitung von Nina Weber und Elisabeth Fasel-Rüdebusch das städtische Jugendheim in „ihre Kinderstadt”.

In zahlreichen Workshop-Angeboten, den „Arbeitsstellen” wurde nach Herzenslust gewerkelt, geschminkt, Theater gespielt, gebacken oder Ballspiele gemacht. Hoch im Kurs stand die Werkstatt mit Hüttenbau, Steinskulpturen und Nagelbildern. Hier konnten die Kinder den Umgang mit echtem Werkzeug lernen und erlangten schnell Sicherheit in der Handhabung.

Besonders schön für die Kinder war die Unterstützung durch den Senioren-Reparaturdienst. Theo Granderath, Walter Kohnert und Oswald Grybowski kamen an drei Vormittagen in die Kinderstadt. Sie brachten eine große Holzsäge nebst Sägebock und dickem Holzstamm mit und sägten mit Unterstützung der Kinder Baumscheiben ab, die dann weiter verarbeitet wurden. Auch beim Bau der Hütten gaben sie ihre fachmännische Unterstützung.

Ebenfalls heiß begehrt waren die Arbeitsstellen im Bistro. Jeden Morgen zog der Duft von Muffins, Waffeln, Schokocrossies und Popcorn verlockend durch das Haus und die Kinder konnten es kaum erwarten, bis nach dem Mittagessen der Verkauf begann. Ein breit gefächertes Warensortiment entstand im Bastelshop. Ob Schlaucharmbänder oder Pompon-Tiere, ob selbstgenähtes Kuscheltier oder Regenrohr, alles fand reißenden Absatz und die Kinder kamen mit immer neuen Ideen, was sie herstellen könnten.

In der Wellness-Oase ging es beschaulicher zu. Hier konnten sich die Kinder bei meditativer Musik gegenseitig schminken oder ein Henna-Tattoo machen. Fantasiereisen, Wohlfühl-Massagen und Fußbäder standen auf dem Programm.

Die wohlige Atmosphäre lud viele Kinder zum Entspannen ein. Daneben gab es zahlreiche weitere Betätigungsfelder für die Stadtbewohner, die sie wahlweise für einen längeren oder kürzeren Zeitraum ausführen konnten. So gab es Gärtner für das Unkraut, Müllmänner und Polizisten, die für Ordnung sorgten, Bankangestellte, die das erarbeitete Geld auszahlten und Notfallhelfer für kleinere Verletzungen, die aber Gott sei Dank nur selten in Anspruch genommen wurden.

Nachmittags gab es eine Kinderdisco und Kino, auch das musste von den Kindern vorbereitet werden mit Eintrittskarten und Plakaten. Immer mittwochs ging es mit einem Doppeldeckerbus zum Betriebsausflug in den Wald. Während auf dem Freizeitgelände in Walheim die zahlreichen Wespen das Vergnügen etwas schmälerten, war der Spielplatz an der Pionierquelle in Aachen ein voller Erfolg. Nach Herzenslust tobten die Kinder auf den Spielgeräten herum oder bauten im Wald Hütten. Am liebsten wären sie noch länger dort geblieben, als das Signal zum Aufbruch kam.

Dank der Unterstützung von Sponsoren wurden die Ferienspiele eine runde Sache. So stiftete die Sparkasse Düren bunte Schlüsselbänder für die Ausweise, die Firma Schlader brachte Holzpaletten für den Hüttenbau, das Rote Kreuz baute zwei große Zelte auf, wo die Kinder gemeinsam Mittagessen und spielen konnten.

Die evangelische Kirchengemeinde stellte ihre Bierzeltgarnituren zur Verfügung und viele Eltern steuerten Material bei zum Marmelade-Kochen, Bauen und Basteln. Und so zieren wahrscheinlich zahlreiche kreative Exponate die Kinderzimmer, bis im nächsten Jahr neue hinzukommen. Durchgeführt werden die Ferienspiele alljährlich in den letzten beiden Ferienwochen vom Amt für Familie, Generationen und Integration der Stadt Jülich in Kooperation mit dem städtischen Jugendheim.
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