Epochenfest bietet eine eindrucksvolle und erlebnisreiche Zeitreise

Von: brs
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Volle Konzentration ist hier erforderlich, denn es ist gar nicht so einfach, ein Gewehr mit Schwarzpulver und Munition zu bestücken. Foto: Sylvester
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Immer schön weiterdrehen – soll der Braten nicht zu schwarz geraten und doch gar werden, sind Ausdauer und die richtige Technik gefragt. Foto: Sylvester
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Foto: Sylvester

Jülich. Es war windig, wolkig, kühl und teils tropfte es sogar ein wenig – nicht die besten Voraussetzungen für das Epochenfest im Brückenkopf-Park. Für einen echten Wikinger sind ein bisschen Wind und Regen natürlich kein Problem: Kurzerhand wird ein weiteres Holzscheit aufs Feuer gelegt und der mitgebrachte Met erhitzt.

Regen und Wind vermochten es auch nicht, die Besucher abzuhalten: Auch zum 12. Epochenfest rund um den napoleonischen Brückenkopf wurde es voll im Park, wenn auch die Schlangen am Sonntag noch überschaubar blieben. Am Montag sah es anders aus – um die Mittagszeit erstreckte sich eine lange Schlange vor dem Eingang und auch die Lagernden bestätigten, dass deutlich mehr Besucher als am Vortag zum Epochenfest kamen.

Ein Spaziergang zwischen den hohen Hecken, durch das hohe Gras auf den Wiesen und rings um Apfelquadrat und Kinderspielplatz glich einer wahrhaftigen Zeitreise. Wer sich vom Eingang aus nach rechts wandte, stand bald vor einem Schlagbaum und sah sich einem ernst dreinblickenden Uniformierten gegenüber. Der Grenzbeamte aus dem Deutschen Kaiserreich informierte dann jedoch ausgesprochen freundlich über ausgestellte Telefone, Kanonen und ähnliches. Ein kurzer Blick ins kaiserliche Schlachtenzelt am Wegesrand, eine Stippvisite im Lager amerikanischer Soldaten zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und unversehens fanden sich die Besucher Auge in Auge mit schwer bewaffneten Landsknechten wieder.

Glücklicherweise erwiesen sich auch die Söldner aus dem 14. Jahrhundert als friedfertige Gesellen, die bereitwillig ihr üppig bestücktes Waffenarsenal erklärten. Wer wollte, durfte einen martialisch anmutenden Ritterhelm – durch den man tatsächlich nahezu gar nichts sehen konnte, wie ein überraschter Besucher feststellte – anprobieren. Und auch,wer einmal ein Schwert von über zehn Kilo Gewicht oder eine knapp vier Meter lange Hellebarde selbst in Händen gehalten hatte, betrachtete die mittelalterlichen Recken plötzlich mit ganz anderen Augen.

Ein Besuch auf dem Epochenfest bot eine im Wortsinne eindrucksvolle und erlebnisreiche Zeitreise, denn wirklich alle dort Lagernden boten auf neugierige Nachfragen ausgiebige Erläuterungen zu ihrer Zeit, dem Alltag und Leben. An mehr als einem Lagerplatz gab es für große und kleine Besucher zudem die Möglichkeit, aktiv in eine längst vergangene Epoche einzutauchen – ein Besuch des Epochenfests erwies sich so auch im zwölften Jahr als lohnende, spannende Entdeckungsreise, den wenigen Regentropfen und der zugehörigen Wolkenpracht zum Trotz.

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