Jülich - Entscheidung zur ehemaligen Bahnmeisterei am runden Tisch

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Entscheidung zur ehemaligen Bahnmeisterei am runden Tisch

Von: ahw
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Ortstermin: MdL Josef Wirtz (2.v.l.) mit (v.r.) SEG-Geschäftsführer Frank Drewes, Kreistagsabgeordnetem Joseph Krott sowie Helmut Lohn und Franz-Albert Jansen von der Woge an der Bahnmeisterei. Foto: Wolters

Jülich. Die Hängepartie um das Schicksal der ehemaligen Bahnmeisterei in Jülich neigt sich dem Ende zu. Abreißen oder erhalten lautet dabei die Gretchenfrage. Der stattliche Bau an der Römerstraße stammt noch aus einer Zeit, als Jülich ein Knotenpunkt im Bahnverkehr war.

Bevor das Verwaltungsgebäude mit zugehörigen Wohnungen 1925 errichtet wurde, hatte sich die Herzogstadt als Standort beworben, in einem Wettbewerb durchgesetzt und dabei unter anderem Städte wie Euskirchen aus dem Feld geschlagen.

Vom einstigen Glanz ist nur wenig geblieben. So möchte die Wohnungsbaugenossenschaft Jülich (Woge) das Gebäude abreißen und auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Gelände in bester Innenstadtlage einen Komplex für betreutes Wohnen errichten. Der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) hat die Woge ein Angebot unterbreitet. Die Kaufoption läuft Ende September aus.

Nachdem beim Kreis Düren eine Abrisserlaubnis beantragt worden war, trat jedoch die Denkmalbehörde auf den Plan, die aus eisenbahn-, architekturgeschichtlichen und volkskundlichen Gründen eine Unterschutzstellung betreibt.

Unter der Woche informierte sich Landtagsabgeordneter Josef Wirtz, der seine Hilfe angeboten hatte, über den Stand der Dinge. „Das hat was”, war er ganz angetan von Fassade, schiefergedecktem Walmdach und den hohen Räumen im Inneren des Gebäudes, das indes bei einer Sanierung komplett entkernt werden müsste. „Wir wollen bestehende Gebäude erhalten”, wies er auf ein entsprechendes Programm des Landes hin, das Altbausanierungen mit 40 Prozent bezuschusst.

SEG-Geschäftsführer Frank Drewes gab an, dass es außer der Woge noch andere Interessenten für das Objekt gebe, für die der Denkmalschutz aus steuerlichen Gründen kein Problem darstelle. Woge-Vorstand Helmut Lohn verwies darauf, dass bereits Planungskosten angefallen seien. Um Kostenfragen und die künftige Nutzung zu klären, lädt Josef Wirtz Woge und Denkmalbehörde zu einem „runden Tisch” ein, an dem eine vernünftige Lösung überlegt werden soll.
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