Jülich - Entscheidung im Dezember: Votum zur Bebauung des Walramplatzes offen

Entscheidung im Dezember: Votum zur Bebauung des Walramplatzes offen

Von: Antonius Wolters
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Der Blick auf den Hexenturm, das Jülicher Wahrzeichen, bliebe bei der Realisierung der beiden alternativen Planungen erhalten, die am Donnerstag im Ausschuss vorgestellt wurden. Foto: Uerlings

Jülich. Dass die Entscheidung zur Bebauung des Walramplatzes im laufenden Bieterverfahren übers Knie gebrochen würde, ist der Jülicher Politik nicht vorzuwerfen. Nachdem am Donnerstag im Ausschuss für Kultur, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing ein Vertreter von Rewe-Richrath und erneut Projektentwickler Helmut Jagdfeld ihre Planungen vorgestellt hatten, fiel die abgefragte Willenserklärung der Politik aus, ob sie auf dem Platz ein großes oder kleines Projekt präferiert.

Ausschussvorsitzender Peter Capellmann (CDU) berichtete zwar, das seine Fraktion zu einer Entscheidung gelangt sei, doch Harald Garding (SPD) reklamierte Beratungsbedarf für seine Fraktion, die sich am 7. November intern entscheiden werde. Einvernehmlich wurde am Ende beschlossen, die Entscheidung im Bieterverfahren dem Hauptausschuss zu übertragen, der am 7. Dezember tagt.

Die Vorstellungen von Rewe-Richrath in Bezug auf regionale Produkte und das Frische-Erlebnis erläuterte Hans-Wilhelm Hambloch, Kölner Niederlassungsleiter der IPH Handelsimmobilien GmbH. Nach seinen Worten verfügt Rewe-Richrath mit Sitz in Bergheim über Erfahrung mit insgesamt 14 Märkten und rund 1000 Beschäftigten, die das Unternehmen rund um Köln betreibt. Nun strebe der in der Region verwurzelte Premium Partner nach Jülich, das er gerne „aus dem Dornröschenschlaf wachküssen“ und wo er sich etablieren wolle.

Der von Hambloch vorgestellte Frische-Markt ist dabei nicht die einzige Lösung, auch die ursprüngliche große Variante oder gar ein anderer Standort in Jülich seien nach seinen Worten denkbar. Am „schwierigen Standort“ Walmramplatz, dessen Besonderheiten archäologischer Natur sich im Gespräch mit der Oberen Denkmalbehörde offenbart hätten, würde sich Rewe als Investor und Betreiber des Lebensmittel-Vollsortimenters engagieren.

Vorgesehen ist ein eingeschossiger Bau mit einer Verkaufsfläche von 1230 Quadratmetern inklusiv Bäckerei und 47 Stellplätzen. Ein Großteil der vorhandenen Bäume könne erhalten werden. Da die Investition auf einen Zeitraum von 30 Jahren und mehr ausgelegt wäre, erwartet Rewe-Richrath den Ausschluss anderer Anbieter auf städtischen Flächen im Jülicher Zentrum.

Seine mit „Rewe direkt“ abgestimmten Pläne eines „Greenbuilding“ stellte Helmut Jagdfeld, Geschäftsführer der Deutschen Immobilien Gruppe (DI), erneut dem Ausschuss vor. Die Verkaufsfläche (1000 qm und 200 qm Bäckerei) ist fast identisch, die Zahl von 70 bis 80 Parkplätzen weitaus höher. Zum Markt kämen als belebendes Zusatzangebot E-Bike-Verleih und -Tankstelle, gekühlte Fächer für Frische-Einkäufe und ein Abholservice für den örtlichen Einzelhandel. Investor wäre hier die Familie Jagdfeld aus Jülich.

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