Titz - Ensemble „Vivat“ singt auch Scherzlieder

Ensemble „Vivat“ singt auch Scherzlieder

Von: jago
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Vokalensemble „Vivat“ aus St. Petersburg nach 2012 zum zweite Mal in Titz: Viel Spaß hatten die Sänger bei einem lustigen Liebeslied aus dem russichen Volksliederschatz. Foto: Jagodzinska

Titz. Der Titzer Flöten- und Singkreis „Pro Musica“ hat in der Vergangenheit mit herausragenden Interpretationen bei Konzerten zu besonderen Anlässen und Gastauftritten bei Veranstaltungen befreundeter Ensembles auf sich aufmerksam gemacht. Unter der musikalischen Leitung von Elena Kelzenberg hat er zudem freundschaftliche Beziehungen zu bekannten Chören aufgenommen.

Bereits 2012 war so das Quartett „Vivat“ aus St. Petersburg für einen Auftritt in der heimischen Titzer Pfarrkirche St. Cosmas und Damian gewonnen worden.

Zur großen Freude von „Pro Musica“ machte das Vokalensemble im Lauf seiner Tournee erneut Station in Titz und erfreute die zahlreichen Besucher mit einer Kostprobe seines außergewöhnlichen Könnens.

Zur Einstimmung auf das russiche Quartett zeigte sich die gastgebende Singkreis in bester Verfassung und gestaltete ein „Vorkonzert“. Zur Begrüßung erklang Elton Johns Lied „Can you feel the love tonight“, mit dem im Film „König der Löwen“ die Kraft der Liebe besungen wird, die aus Feinden Freunde macht.

Unter lautem Beifall betraten die vier Absolventen des St. Petersburger Konservatoriums, die sich seit 1991 als Quartett „Vivat“ zur Aufgabe gemacht haben, die Tradition geistlicher Werke Russlands wieder mit Leben zu erfüllen, den Altarraum der Kirche.

Der erste Teil des Konzertes war religiösen Weisen der orthodoxen Liturgie vorbehalten, die der künstlerische Leiter, Victor Stupnev, jeweils ins Deutsche übersetzt ansagte. Bariton, erster und zweiter Tenor und Bass erklangen in makelloser Schönheit bei der Wiedergabe von „Freut euch im Herrn“ oder „Lobet den Namen des Herrn“.

Stolz verkündete Stupnev, dass die Musik zum allgemein dem deutschen Liedgut zugeordneten „Ich bete an die Macht der Liebe“ aus der Feder von Dimitri Stepanowitsch Bortnjanski stammt. Als Kompromiss kündigte er mit einem Schmunzeln an, dass man die erste Strophe russisch und die zweite deutsch singen werde.

Von Stimmgewalt verzaubert

Im zweiten Konzertteil waren russische Volksweisen angesagt, begonnen mit dem quirligen „Im Wäldchen gibt es viele Mücken“. Im folgenden Repertoire bestachen die Sänger in ihren Soloparts durch Klarheit und Brillanz. Die Zuhörer ließen sich von der Stimmgewalt verzaubern und dankten mit begeistertem Applaus. „Scherzlieder“, nannte Stupnev einige Stücke, die dem Ensemble sichtbar Spaß machten. Die mimische Untermalung kam bestens an. Den lang anhaltenden Schlussbeifall belohnten die Künstler noch mit einer Zugabe.

Bei freiem Eintritt hatten die Besucher Gelegenheit, nach dem Konzert die Gastfreundschaft von „Pro Musica“ zu freundschaftlichen Gesprächen zu nutzen und eine Spende als freiwilligen Obulus zu entrichten. Das Vokalensemble „Vivat“ unterstützt die Intensivstation für Neugeborene am Kinderkrankenhaus „St. Nikolaja Tschudotvorza“ in St. Petersburg.

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