„English Week“: Und am Ende heißt es „well done“

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Jülich. Englisch ist eine Weltsprache. Sie in Zeiten der Globalisierung zu beherrschen kann im Leben nur von Vorteil sein. Sei es beim Einkauf im Urlaub, vor allem aber im Berufsleben. Deshalb organsieren Andrea Meskouris, Englischlehrerin an der Realschule Jülich, und die gebürtige Engländerin Margaret Flynn seit 2009 die „English Week“.

In einer Intensiv-Lern-Woche können die Schüler und Schülerinnen von Klasse sechs bis zehn ihr Englisch aufpolieren.

Auch diese Osterferien war es zum siebten Mal soweit. Fünf Stunden lang täglich bauten die Schüler und Schülerinnen freiwillig in Gruppen ihre Englischkenntnisse aus. Geholfen haben ihnen dabei die englischen Lehrkräfte. Und nicht anders zu erwarten, haben die Teilnehmer am Ende der Woche einen großen Fortschritt gemerkt.

Das Gelernte sollte an der Abschlussveranstaltung in der Eingangshalle der Realschule den Eltern und Freunden der Jugendlichen demonstriert werden. Nicht zu vergessen: Für die fleißigen Sprachschüler gab es Zertifikate.

Margaret Flynn begann die Veranstaltung mit den Sätzen: „You are going to have drama. You are going to have action. You are going to have serious work. You are going to have songs.“ Bei dem Wort „Songs“ ging ein leichtes Raunen durch die Menge der Gesangs-Gruppe, offenbar ein weniger beliebter Teil der Präsentation des Abends bei den Jugendlichen – allerdings vollkommen ohne Grund, denn man sah die Anwesenden entweder mitsingen, mitsummen oder den Fuß im Takt bewegen.

„Bereitet euch darauf vor, unterhalten zu werden!“, wandte sich Flynn auf Englisch noch ein letztes Mal an das Publikum, bevor es losging. Die Jungen und Mädchen hatten in ihren Gruppen für diesen Abend verschiedene Darbietungen vorbereitet. So präsentierte eine Gruppe den neuen Papst „Pope Francis“. Natürlich alles auf Englisch – ganz souverän als würden sie so etwas nicht zum ersten Mal vor Zuschauern machen.

Eine weitere Gruppe stellte ein imaginäres Fernseh-Interview einer TV-Show dar, Thema war die Herzogin Kate Windsor.

Die „Tree-of-life“-Gruppe setzte sich mit den Symbolen der Weisheit und der Wünsche auseinander. Dazu hatten sie einen Baum bunt geschmückt und mit verschiedenen Wunsch-Blättern behangen, um die verschiedenen Wege des Lebensbaums zu erkunden. Andere Jugendliche arbeiteten die Unterschiede englischer und deutscher Zeitungen heraus und stellten sie mit einer PowerPoint Präsentation vor. Aber nicht nur das, sie entwarfen eine eigene Zeitung. Es schien, als würde es keinem der English-Weekler etwas ausmachen, dass sie vor Fremden sprachen.

Zu wenig Grammatik

Margaret Flynn wies nochmal daraufhin, dass die jungen Leute sowohl die Recherche als auch die Gespräche innerhalb der Gruppen ausschließlich auf Englisch durchführten. „Die Schüler haben auf ihren Bewertungsbögen kritisiert, dass der Kurs zu früh anfängt, und wir zu wenig Grammatik machen. Was ihnen aber nicht aufgefallen ist – durch ihre Vorbereitung auf die Präsentation haben sie Grammatik benutzt und somit geübt ohne es zu merken“, so Flynn.

Wie viel Mut die Jugendlichen mit ihrer Präsentation tatsächlich aufbrachten, zeigte sich bei der Reaktion des Publikums auf Margaret Flynns Frage „Wie viele von Ihnen würden sich trauen, vor einem Publikum zu sprechen und zwar nicht in ihrer Muttersprache?“ Niemand meldete sich.

Am Ende des Abends gab es die „certificate of participation“ und Extrazertifikate für besondere Leistungen in Lesen, Sprechen, Schreiben, Mühe und präsentative Fähigkeiten.

Die siebte „English Week“ könnte allerdings auch die letzte sein. In der Realschule kann sie nicht mehr stattfinden, die Organisatorin ist auf der Suche nach einer neuen Schule.

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