Endspurt bei Sanierung der Jülicher Kirmesbrücke

Von: -vpu-
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Der beliebteste Brückenschlag zwischen Stadt und Brückenkopf war über zwei Jahre gesperrt. Nun läuft das Sanierungsfinale. Foto: Guido Jansen

Jülich. Nach fast zweieinhalb Jahren geht die Sanierung der Kirmesbrücke auf ihr Ende zu. Nicht nur Jülicher haben diesen „Lieblingsweg“ aus der Stadt in den Brückenkopf-Park schmerzlich vermisst. Die lange Zeitdauer der Sperrung und etliche Terminverschiebungen haben viele Ursachen.

Von gesperrten Haushaltsmitteln (2013) über die Witterung und nicht zufriedenstellend ausgeführten Arbeiten bis hin zu den besonderen Eigenschaften dieses Bauwerks. Es handelt sich nämlich um eine Spannbetonbrücke, die nach Aussage von Tiefbauamtsleiter Robert Helgers allein aufgrund ihrer Technik „nicht wie jede andere Betonbrücke“ ertüchtigt werden kann. Jetzt aber sieht es gut aus.

Im Moment läuft (zum wiederholten Mal) die Abdichtung der Lauffläche mit Epoxidharz. „Da musste nachgearbeitet werden, wir waren nicht zufrieden“, sagt Helgers. Nächste Woche sollen Dichtungsbahn und Gussasphalt aufgebracht werden, danach ist die Brücke wieder begehbar. Allein die Beschichtung des Geländers steht noch aus, die aber „im laufenden Betrieb“ zu machen sei.

Das Geländer war 2012/13 auch Stein des Anstoßes. Es ließ sich nach rechts und links viel zu weit bewegen. „Da war Gefahr im Verzug“, erklärt Helgers. Anfangs dachten die Verantwortlichen noch, dass die Brücke relativ schnell mit einem neuen Geländer wieder flott gemacht werden könnte. Aber zur Kontrolle der Spannköpfe musste der Beton geöffnet werden – laut Helgers „eine OP am offenen Herzen“.

Dabei habe sich erst das gesamte Schadensausmaß gezeigt, das die aufwendige Sanierung nach sich gezogen hat. Damit stiegen auch die Kosten: von unter 100.000 über 160.000 Euro auf zuletzt geschätzte 250.000 Euro. Letztlich sind es wohl „nur“ 200.000 Euro geworden, so Helgers. Und weiter: „Die Brücke ist nach Abschluss in einem ordnungsgemäß sanierten Zustand.“

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