Freialdenhoven - Ende der Rote-Asche-Ära: Freialdenhoven rüstet um

Ende der Rote-Asche-Ära: Freialdenhoven rüstet um

Von: tm
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Die vorbereitenden Arbeiten sind bereits im Gange. Schon in sechs bis acht Wochen soll anstelle des alten Aschenplatzes der neue Kunstrasenplatz angelegt sein. Foto: Mauer

Freialdenhoven. Es hat lange gedauert, und es gab viel Ärger und Missverständnisse bei den Beteiligten. Doch nun wird der Fußballverein Borussia Freialdenhoven in Kürze seinen neuen Kunstrasenplatz im Stadion an der Ederener Straße einweihen können.

„Im September 2013 haben wir zum ersten Mal ein Angebot gemacht“, erinnert sich Geschäftsführer Achim Gehlen mit einem bitteren Unterton. Mit dem Aufkommen von Kunstrasenplätzen entstand schon vor einigen Jahren auch bei der Borussia, immerhin das fußballerische Aushängeschild nicht nur der Gemeinde Aldenhoven, der Wunsch nach einem solchen Trainingsplatz. Der vorhandene Aschenplatz war nach über 20 Jahren Benutzung ständig renovierungsbedürftig und bot auch der Jugend im Winter kaum noch die Möglichkeit zu einem geregelten Training, geschweige denn Spiel.

„Wir haben das als Unverschämtheit empfunden, dass eine Mittelrheinligamannschaft und der fußballerische Nachwuchs auf so einem unwürdigen Platz trainieren mussten“, beklagte Rolf Imdahl, erster Vorsitzender, Ehrenpräsident und Mäzen des Vereins. Der Unternehmer hatte mehrfach den Versuch unternommen, mit der Gemeinde Aldenhoven eine Einigung zu erzielen. Letztlich war dies jedoch immer gescheitert.

„Wenn man mir gesagt hätte, dass die Gemeinde keinerlei finanzielle Möglichkeiten hatte, uns zu unterstützen, so hätte ich den Bau des Kunstrasenplatzes längst selbst in Angriff genommen.“ Der Unternehmer zeigte sich enttäuscht, dass er von Seiten der Gemeinde keinen reinen Wein über die wirtschaftliche Lage eingeschenkt bekommen habe. Als vom Haushaltssicherungskonzept abhängig konnte dies die Gemeinde auch nicht.

Aber Rolf Imdahl hält sich mit Vergangenem nicht lange auf: „Was gestern war ist für mich vorbei.“ Ende vergangenen Jahres machte der Verein einen erneuten Vorstoß, und mit Ratsbeschluss vor wenigen Wochen am 17. März war der Weg frei.

„Ich wollte zunächst das Sportstättenkonzept abwarten“, bekannte Bürgermeister Ralf Claßen freimütig. Die Gemeindeprüfungsanstalt hatte in ihrem Bericht die Sportstätten in Freialdenhoven ausgenommen, so dass sich nun Handlungsmöglichkeiten in Sachen Fußballplatz eröffneten.

Für die Gemeinde ist der Kunstrasenplatz in Eigenregie des Vereins ein gutes Geschäft, denn mit der Herstellung des Platzes entstehen ihr keinerlei Kosten. Die Nutzungsrechte wiederum hat sie an den Verein Borussia Freialdenhoven abgetreten.

Der Verein ist ebenfalls ein Gewinner, denn an der Stelle eines unwürdigen Aschenplatzes entsteht nun ein FIFA-zertifizierter Kunstrasenplatz. „Ich möchte damit vor allem für die Jugend einen Trainingsplatz schaffen, der ihrer würdig ist“, versichert der erste Vorsitzende mit Überzeugung. Für die Mittelrheinmannschaft um Trainer Wilfried Hannes bringt der Kunstrasenplatz eindeutig mehr Planungssicherheit, denn in der Vergangenheit fielen gerade im Winter zahlreiche Spiele und häufig auch das Training der Witterung zum Opfer. „Unser Spielplatz bleibt der Rasen“, stellte der Geschäftsführer klar. „Aber so haben wir die Möglichkeit auszuweichen und vor allem einen sicheren Trainingsplatz.“

In sechs bis acht Wochen soll der neue Platz fertig sein. Der Verein hat mit zahlreichen Vorarbeiten dazu beigetragen, die Kosten zu verringern. Auch der Unterhalt, für den der Verein verantwortlich zeichnet, sei überschaubar, erklärte der Geschäftsführer.

Wie teuer das Projekt Kunstrasenplatz wird, dazu macht Rolf Imdahl keine Angaben. Vor anderthalb Jahren, als der Vereinsboss mit der Idee erstmals an die Öffentlichkeit ging, wurde die Anlage eines Kunstrasenplatzes mit 250.000 Euro kalkuliert.

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