Jülich - Eisenbahn-Amateur-Klub feiert Jubiläumsjahr

Eisenbahn-Amateur-Klub feiert Jubiläumsjahr

Von: ptj
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Bei den Experten in Jülich „ein paar Ideen holen“ will sich der 13-jährige Nico aus Schophoven beim Geschenke-Fahrabend des Eisenbahnamateur-Klubs. Foto: Jagodzinska
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Stetige Arbeiten an der Strecke: Vereinsvorsitzender Rudi Haas erklärt die Umbaumaßnahmen am Kopfbahnhof Reißdorf. Foto: Jagodzinska

Jülich. Dicht an dicht drängten sich junge wie ältere Eisenbahnliebhaber beim Geschenkefahrabend des Eisenbahn-Amateur-Klubs Jülich (EAKJ) in dessen Clubräumen im Nordflügel des Kulturbahnhofs. Wer zu Weihnachten eine Modelleisenbahn oder Züge geschenkt bekommen hat, darf sie traditionell am ersten Montag im Jahr auf der insgesamt rund 45 Meter langen, detailreich gestalteten Clubstrecke fahren lassen, einer Zwei-Leiter-Gleichstromanlage in HO-Spur mit Flurbrücke und vier Bahnhöfen.

Deren Herausforderungen sind unterschiedlich: Im Bahnhof der Kleinstadt Warstein muss der jeweilige Fahrdienstleiter lediglich den Zulauf aus dem Schattenbahnhof Bitburg im Blick behalten. Über drei wegführende Strecken verfügt hingegen der Eisenbahn-Knotenpunkt Königsbach. Viel Rangierbetrieb herrscht im Kopfbahnhof Reißdorf. Im Schattenbahnhof Bitburg müssen Gleise für hereinkommende Züge frei gehalten werden. An diesem offenen Fahrabend wurde im Analogbetrieb gefahren, womit auch digitale Loks „klarkommen“. Eine digitale Teststrecke stand indes zur Verfügung.

Nicht zuletzt dient die Veranstaltung natürlich der Werbung von Mitgliedern ab 14 Jahren, obwohl der Verein im 40. Jahr seines Bestehens gut aufgestellt ist. Er zählt 46 Mitglieder im Alter von 14 bis 80 Jahren.

Seltsam verklärt beobachteten die Jungen und Männer die Modelleisenbahnen mit ihren unverkennbaren Zug- und Signalgeräuschen bei ihrer Fahrt durch die liebevoll gestaltete Miniaturlandschaft, durch Tunnel, Haltepunkte, Waldschneisen und Weinberge, vorbei an beleuchteten Häusern und realistisch gestalteter Szenerie.

„Ich habe schon eine große Anlage auf dem Speicher, natürlich nicht so groß wie die hier“, sagte der 13-jährige Nico aus Schophoven, der in Begleitung seines Vaters gekommen ist, um sich „ein paar Ideen zu holen“.

Wer die Anlage im Kuba kennt, entdeckt schnell die Umbaumaßnahmen. So thront bereits eine schöne, aus flexiblen Styrodurplatten gefertigte Burganlage „Marke Eigenbau“ auf einem begrünten Gipshügel am Kopfbahnhof Reißdorf. Dieser wird aus Platzgründen mit einem neuen Bahnbetriebswerk (BW) ausgestattet, wo Drehscheibe und Lokschuppen bislang weit ausladend konstruiert waren. Die ansprechende Rohbaukonstruktion mit neuer Drehscheibe und Lokschuppen, Untersuchungsgruben und Besandungsturm ist bereits vorbereitet.

„Damit sind wir bestimmt noch einige Zeit beschäftigt“, schätzt Vereinsvorsitzender Rudi Haas. Bis zum „Tag der offenen Tür“ zum Vereinsjubiläum am 17. April werden „noch viele Sachen überarbeitet“. Unter anderem „müssen wir uns um die Module kümmern, die zum Jubiläum aufgestellt werden“. Hierfür sollen unter anderem Stützen mit Schraubfüßen geschnitten werden.

Ferner beschäftigt die Vereinsmitglieder zurzeit ein „kleineres Elektronikproblem“. Die Signale erhalten eine zu hohe Spannung“. Ob die Transformatoren (Trafos) repariert oder ersetzt werden müssen, weiß Pressewart Michael Wagener noch nicht. Viele Anregungen erhalten die EAKJ-ler naturgemäß auf ihren Vereinsfahrten. Begeistert berichtete Haas von einer Exkursion nach Solingen, wo Oberleitungsbusse fahren, im Volksmund „Stangentaxis“ genannt.

Besichtigt haben die Eisenbahner auch eine einzigartige „Obus Drehscheibe“ in Burg an der Wupper, auf der das Stangentaxi für die nächste Tour gewendet wird. Ob sich vielleicht eines Tages ein Obus mit Drehscheibe in der Clubanlage im Kuba wiederfindet?

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