Eintritt ist frei für Public Viewing

Von: jan
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Sie freuen sich auf das Rudelgucken im Kinosaal des Kulturbahnhofs: Jenny Lorbach (links) und Andrea Milica. Foto: Jansen

Jülicher Land. Das größte Rudel-Fußballgucken – auf Neu-Deutsch Public Viewing – im Nordkreis findet bei der Feuerwehr statt. 600 Besuchern bietet die Fahrzeughalle der Hauptwache an der Lorsbecker Straße Platz.

„Bei der WM 2006 waren wir beim Rudelgucken dabei. Da haben wir uns gedacht, dass das eine Marktlücke sein könnte“, sagte Swen Henseler, warum die Jülicher Feuerwehr ihre Fahrzeuge vor die Türe stellt, um viele Fußballfans in die Halle zu lassen. Die Resonanz bisher hat den Feuerwehrleuten Recht gegeben. Die Fahrzeughalle war bei den Turnierspielen der deutschen Mannschaft laut Henseler immer gut besucht. Der Organisator des Fußballguckens bei der Feuerwehr sagt weiter, dass die Einsatzbereitschaft bestehen bleibt. „Daran ändert sich nichts, nur weil die Fahrzeuge vor der Halle stehen“, sagte Henseler.

Damit auf der Hauptwache Fußball geschaut werden darf, mussten die Feuerwehrleute einen Antrag bei der Stadt Jülich stellen: einen Nutzungsänderungsantrag. Wie bei den anderen Rudelguck-Veranstaltungen im Jülicher Land ist der Eintritt frei. Allerdings gibt es eine Alterskontrolle, damit klar ist, wer Alkohol trinken darf.

Im Linnicher Stadtteil Gereonsweiler wird unter Hochdruck daran gearbeitet, den Dorfplatz für das gemeinsame Fußballschauen herzurichten. „Wir waren am Montag um 20 Uhr fertig mit dem Aufbau“, sagt Hardmut Mandelartz, der Vorsitzende des FC Constantia Gereonsweiler. Dann kam das Pfingst-Unwetter und hat alles zerstört. Seit Dienstag arbeiten die Vereinsmitglieder daran, den Platz wieder für das erste Spiel der Deutschen am Montag (18 Uhr) gegen Portugal herzurichten.

Unter anderem spannen sie eine Fallschirmplane mit einem Durchmesser von 25 Metern als Sonnen- und Regenschutz auf. Der Bildschirm befindet sich auf einer Lkw-Bühne. Mandelartz rechnet mit wenigstens 300 Zuschauern bei jedem Spiel der Deutschen. „Je erfolgreicher die Nationalmannschaft ist, desto mehr Besucher haben wir“, sagte der Vorsitzende mit Blick auf die vergangenen Turniere. Seit der EM 2008 ist in Gereonsweiler Rudelgucken angesagt. Neben gutem Wetter äußerte Mandelartz einen weiteren Wunsch. „Seit wir das Public Viewing anbieten, heißt der Sieger immer Spanien. Es wäre schön, wenn das jetzt nicht so ist. Am liebsten Deutschland.“

Die älteste Rudelguck-Tradition im Nordkreis gibt es im Jülicher Kulturbahnhof. Seit 1998 bietet der KuBa das gemeinsame Fußball-Erlebnis. „Damals gab es den Begriff Public Viewing noch gar nicht“, sagte Geschäftsführer Cornel Cremer. 200 Leute finden Platz. Diesmal bauen Cremer und Kollegen eine Tribüne im Kinosaal auf. Das Kinoprogramm läuft zur WM-Zeit normal weiter.

In Jülich gibt es eine dritte Möglichkeit, gemeinsam zu gucken, auf dem Kirchplatz an der Bar Liebevoll. Alle Veranstalter kündigen an, dass sie die deutschen Spiele zeigen. Sollte die Nationalmannschaft früh ausscheiden, dann werden zumindest alle wichtigen weiteren Spiele gezeigt.

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