Eintauchen in eine fabelhafte Märchenwelt

Von: Nicola Gottfroh
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Aufmerksame Zuhörer: Ulrike Fink und der Geschichte von der „Prinzessin auf der Erbse” lauschen Kinder und Eltern. Foto: Nicola Gottfroh

Jülich. Es war einmal... Mit diesen drei Worten fangen Märchen an. Darum soll auch die Geschichte der „Märchenträume im Brückenkopf-Park” damit beginnen: Es war einmal im grünen Herzen der Herzogstadt, da öffnete sich ein Tor zu einer anderen Welt.

Prinzessinnen, Könige, gestiefelte Kater und andere Märchenfiguren stiegen aus den Tiefen des Märchenwaldes empor, um den Besuchern an verschiedenen Stellen des weitläufigen Parks spannende Geschichten aus ihrem Fabelreich zu erzählen.

Gute-Nacht-Geschichten

Auch wenn es sich bei den Fabelwesen um die herrlich verkleideten Mitarbeiter, Freunde des Parks und professionelle Erzähler handelte, wollten die meisten der jüngeren Kinder bei dem Park-Event doch daran glauben, dass die Figuren aus ihren Gute-Nacht-Geschichten einen Abstecher in die Wirklichkeit gemacht haben.

„Ich finde es faszinierend, dass man Kinder noch immer mit Märchen zum Zuhören bewegen kann. Das ist das absolute Kontrastprogramm zum Internet. Das zeigt: Es geht auch anders, als immer nur höher, schneller, weiter”, freute sich Dorothee Esser, die dank güldener Lockenperücke und herrschaftlichen Gewändern kaum wiederzuerkennen war.

In einer verwunschenen Hütte, den meisten Parkbesuchern besser als die „Schutzhütte” bekannt, fesselte sie kleine Zuhörer mit der Geschichte der „Gänsemagd”. „Ich erkenne meine Jungs nicht wieder. Die beiden ziehen das Fernsehen dem Vorlesen meistens vor. Darum ist es umso schöner, dass sie heute so fasziniert den Geschichtenerzählern zuhören und ihre Phantasie ein bisschen anstrengen”, lautete das Resümee einer staunenden Mutter, die mit ihren beiden Söhnen Tim und Stephan das Jülicher Märchenland besuchte.

Gebannt lauschten die Brüder mit zahlreichen anderen jungen Fabelfreunden im Anschluss auch Ulrike Fink, die unter einem Pavillon am Rotwildgehege die Geschichte um „Die Prinzessin auf der Erbse” erzählte. Das Märchen gefiel wohl auch den Rehen in ihrem Gehege. Sie kamen den Besuchern ganz nahe und beobachteten das Treiben neugierig. Märchen aus aller Welt erzählte dagegen Regina Sommer am Ort der Stille.

Dass Märchen oft schöner sind als die politische Realität, hat vermutlich auch Josef Wirtz (MdL) festgestellt. Wie sonst ist zu erklären, dass er bereits das zweite Jahr in Folge den Märchenerzähler mimte? CDU-Mann Wirtz, der sich für die Märchenstunde auch kostümiert hatte, nahm die kleinen und großen Fabelfreunde mit auf eine Reise in die Welt des „König Drosselbarts”.

Die Zeit zwischen den einzelnen Lesungen konnten sich die Besucher auf den Spielplätzen, bei einer Führung durch den Zoo, Kinderschminken, der Zauberin „Nataly” oder beim Ponyreiten vertreiben. „Auch wenn das Wetter am Morgen nicht mitgespielt hat, kamen am Mittag mit der Sonne glücklicherweise auch die Besucher”, freute sich Esser über die vielen Märchenfans im Park.
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