Einsatz der Indener Wehr ist durch nichts zu ersetzen

Von: bro
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Karl-Heinz Eismar (3.v.l.), Matthias Dienstknecht (6.v.l. 1. Reihe), Michael Linzenich (r.) und Wilhelm Schiweren (l.) ehren die beförderten Wehrleute und die Jubilare der Indener Gemeindewehr. Foto: Laura Broderius

Inden. Im Indener Ortsteil Frenz wurde es Zeit für den Jahresrückblick eines Ehrenamts, das wie kein anderes in Deutschland so flächendeckend durchorganisiert ausgeführt wird: Die Freiwillige Feuerwehr.

„Dass sich so viele Menschen für andere einsetzen, ohne dafür einen Lohn zu erhalten, ist durch nichts zu ersetzen. Wenn sich alle so engagieren würden, wäre die Welt ein besserer Ort“, fasste der stellvertretende Bürgermeister Michael Linzenich auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Inden zusammen.

Ein Ehrenamt, für das die Feuerwehrleute nicht nur die stetige Bereitschaft für mögliche Einsätze in Kauf nehmen, sondern vor allem auch viel Zeit in Übungsstunden, Lehrgänge und Organisation investieren, um für den Fall der Fälle vorbereitet zu sein. Neben 55 Einsätzen im Jahr 2016 – davon 17 Brandeinsätze und 21 Technische Hilfeleistungseinsätze – sind 157 Zug- und Gruppenübungen absolviert worden, bei denen insgesamt über 3000 Übungsstunden ehrenamtlich geleistet wurden. Im Schnitt sind das ca. drei Übungen pro Woche und acht Stunden pro Tag.

Dazu kommen 41 absolvierte Lehrgänge mit 104 Ausbildungstagen – Maßnahmen, die das Ehrenamt hoch professionell machen. Egal ob Ausbilderlehrgang, Maschinisten-Lehrgang oder Zug- und Gruppenführerseminare, jeder verbessert sich und arbeitet auf seinen nächsten Rang hin. Auf der Versammlung befördert wurden insgesamt 13 Mitglieder, geehrt wurden 19. Arnold Hafenberg hielt den Rekord des Abends mit seiner Ehrung für 70 Jahre Mitgliedschaft.

Die breite Altersspanne zeigt: Die Freiwillige Feuerwehr ist eine Lebensaufgabe und viele bleiben auch ein Leben lang in der Gemeinschaft. Zwei Mitglieder sind im Jahr 2016 gestorben. Als Zeichen des Respekts forderte der Leiter der Feuerwehr, Matthias Dienstknecht, zu einer Gedenkminute auf.

Die 205-köpfige Mitgliederschaft der fünf Löschgruppen und zwölf Fahrzeuge starken Freiwilligen Feuerwehr Inden besteht zurzeit aus 96 Mitgliedern der aktiven Wehr, 44 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr, 10 Mitgliedern der Kinderfeuerwehr und 55 Mitgliedern der Ehrenabteilung – also Mitgliedern, die die Altersgrenze von 60 Jahren überschritten haben, aber „im Ruhestand“ trotzdem Mitglied bleiben.

Der demografische Wandel wird deutlich: „Es ist viel Arbeit, die Feuerwehr attraktiv zu halten. Wir haben die Ausbildungsabteilung neu aufgestellt mit neuen, jungen Ausbildern. Es soll Spaß machen und den Nachwuchs anziehen“, zog Kreisbandmeister Karl-Heinz Eismar Bilanz. Eine Konsequenz war die Einführung der Kinderfeuerwehr im August 2016.

Auch sei die Verfügbarkeit der überwiegend berufstätigen Mitglieder am Tag ein Problem. Trotzdem: „Eine hauptamtliche Feuerwehr ist nicht die Lösung“ betont Eismar. Auf der einen Seite sei das nicht finanzierbar und werde auf der anderen Seite nicht genauso engagiert angegangen. „Das Ehrenamt ist etwas Besonderes. Eine Pflichtfeuerwehr wäre nicht mehr dasselbe. Aber davon sind wir in Inden Gott sei Dank weit entfernt“, fügt Wilhelm Schwieren hinzu, stellvertretender Leiter der Feuerwehr .

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