Einsatz der Amicitia hat sich gelohnt: Sportplatz bleibt erhalten

Von: ahw
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Vereinsmitglieder von Amicitia Schleiden verfolgten während der jüngsten Sitzung die Beratungen des Aldenhovener Gemeinderates. Foto: Wolters

Aldenhoven. Wie schon bei der Ratssitzung im Mai hatte der SC Amicitia Schleiden ein Großaufgebot von Mitgliedern nach Aldenhoven entsandt, wo Bürgermeister Ralf Claßen erneut eine Liste mit diesmal 1001 Unterschriften für den Erhalt des Sportplatzes überreicht wurden.

Anders als im Vormonat reagierten die Gemeindeverordneten angesichts hoher Temperaturen auf die Bürgerpräsens und schoben den die Gäste interessierenden Beratungspunkt zur Umsetzung des Sportstättenkonzeptes nach vorn. Was die Mitglieder des SC Amicitia da hörten, dürfte die meisten darin bestärkt haben, dass sich ihr beharrlicher Einsatz für den Erhalt der Schleidener Sportplatzes gelohnt hat.

Allerdings hat der Erhalt der von Schließung bedrohten Sportplätze in Schleiden und Dürboslar einen hohen Preis, denn die Vereine haben sich in Gesprächen mit der Sportplatzkommission dazu verpflichtet, bei der Pflege von Plätzen und Vereinsheimen „Hand- und Spanndienste“ im Umfang von maximal 46.000 Euro zu leisten, um die der Gemeindehaushalt auf diese Weise entlastet wird.

Dieses hohe Maß an Eigenleistungen reiche vom Mähen des Rasens bis zum Ausführen von Reparaturen am Gebäude, erläuterte Bürgermeister Ralf Claßen das Ergebnis von zwei Sitzungen der Sportplatzkommission, die mit Vereinsvertretern, Gemeindeverordneten und Verwaltungsmitarbeitern besetzt war. Unklar ist noch, ob es für alle Plätze künftig einen gemeinsamen zentralen Mähdienst geben wird oder jeder Verein die Halme seines Platzes stutzt.

Sportplatz Niedermerz schließt

Geschlossen wird dagegen der Sportplatz in Niedermerz, da die dortige Teutonia offenbar nicht mehr den Spielbetrieb aufnehmen wird und ein zunächst interessierter Investor, der die Platzanlage erhalten auf eigene Kosten wollte, offenbar wieder abgesprungen ist.

Bevor es zur Beschlussfassung kam, änderte der Gemeinderat das vorgeschlagene Berechnungsmodell für die Förderung der betroffenen Vereine: Statt eines festen Sockelbetrags von 1000 Euro für jeden Verein, der nur für die Kinder- und Jugendarbeit verwendet werden darf, wird der Zuschussbetrag je nach der Zahl der aktiven Jugendmannschaften im Gemeindegebiet verteilt, da bei der Lösung mit Pauschalen einzelne Vereine zu stark benachteiligt würden.

„Keiner geht als Verlierer vom Platz“, zog SPD-Sprecher Udo Wassenhoven ein positives Fazit der langwierigen Verhandlungen mit den Vereinen, denen ein großes Dankeschön gelte. Auch Dieter Froning (FWG) lobte das „hervorragende Ergebnis“, das mindestens ein Jahr so praktiziert werde. Georg Krapp, Fraktionsvorsitzender der CDU, zeigte sich ebenfalls von den 46.000 Euro beeindruckt, gab aber auch zu Protokoll, dass die jetzt gewählte Vorgehensweise auf der Agenda bleibe. „Das ist ein Versuchsballon“, machte er deutlich, dass in einem Jahr eventuell wieder neue Überlegungen angestellt werden müssen, zumal die rund 70.000 Euro, die das Sportstättenkonzept der Gemeindeprüfungsanstalt erbracht hätte, mit dem jetzigen Ansatz verfehlt werden, zu dem die Überprüfung 2017 gehört.

Nachdem die Abstimmung bei zwei Gegenstimmen mit großer Mehrheit erfolgt war, brandete Beifall bei den Zuhörern im Sitzungssaal auf.

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