Eine Wissenschaft für sich: Das Bahnticket

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Wo gibt es die richtige Fahrkarte? Zum Beispiel im Zug. Zugbegleiter Wolfgang Dienstknecht informierte Jülicher Senioren. Foto: Mengel-Driefert
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Joseph Krott vom Seniorenbeirat führt in das Thema ein. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Zugfahren ist bequem – in der Regel und bei pünktlichen Verbindungen. Voraussetzung ist aber, dass der Fahrgast weiß, wie und wo er die richtige Fahrkarte bekommt. Das ist eine Wissenschaft für sich und bedarf einiger Vorkenntnisse. Einige Mitglieder des Seniorenbeirats Jülich wissen das aus eigener Erfahrung und haben das Problem thematisiert, das auch, aber nicht nur ältere Semester ereilt.

„Das Problem mit den Fahrkarten wird immer wieder an uns herangetragen“, sagte die Vorsitzende Marlies Keil bei einer Informationsveranstaltung. Aus diesem Grund organisierte sie gemeinsam mit Joseph Krott eine Fahrt mit der Rurtalbahn nach Düren. Zugbegleiter Wolfgang Dienstknecht stand für Fragen zur Verfügung und erklärte den Fahrscheinautomaten.

Wer am Bahnhof Jülich ankommt, steht vor der Frage: Wo gibt es das richtige Ticket? Wer einen Automaten sucht, wird nicht fündig werden. Ein Ticket kann im Kiosk oder in der Bahn gekauft werden. Im Kiosk berät Tabora Talaat: „Alle Tickets, die im Automaten sind, können sie auch im Kiosk bekommen“, sagt der Kiosk-Betreiber. Eine Einschränkung gibt es dann aber doch.

Die Fahrten müssen innerhalb Nordrhein-Westfalens bleiben, er verkaufe ausschließlich NRW-weite Tickets. Die Tickets haben den Vorteil, dass sie nicht sofort genutzt werden müssen. Allerdings sind sie noch in der Bahn zu entwerten. Anders verhält sich die Situation bei der im Zug gekauften Karte am Fahrscheinautomaten. Sie ist bereits entwertet, kann daher nicht zu einem späteren Zeitpunkt verwendet werden.

Der Fahrscheinautomat im Zug ist mit einem Berührungsbildschirm ausgestattet, zeigt seine Informationen in deutscher, englischer und niederländischer Sprache an. Die Bedienung sei einfach. „Man muss sich nur trauen“, sagt Dienstknecht. Wer unsicher ist, kann die einzelnen Schritte wieder zurückverfolgen. Alle Informationen zur Bedienung werden in einem Faltblatt der Rurtalbahn erklärt. Es liegt im Kiosk kostenfrei zum Mitnehmen bereit.

Das günstigste Ticket für die Strecke Jülich-Köln, hin und zurück, ist ein einzelnes Tagesticket zum Preis von 26 Euro. „Sobald sie zwei Personen oder mehr sind, lohnt sich ein Minigruppenticket“, sagt Dienstknecht, der auch beim Bezahlen auf ein paar Besonderheiten hinweist. So nehme ein Fahrscheinautomat immer nur einen Schein an. Also einen Zehneuroschein verwenden, anstatt zwei Fünfer.

Ist der Betrag gering, dürfe wiederum kein großer Schein verwendet werden. Er wird ebenfalls nicht angenommen. Das liege daran, dass der Automat nur Münzen herausgebe, sagt Johannes Bidemann von der Deutschen Bahn, der die Senioren am Bahnhof Düren informierte. Ansonsten sei der Automat schnell leer. Die Teilnehmer der Veranstaltung waren für die grundlegenden Erklärungen sehr dankbar.

Weitere Informationen zu Fahrplänen, Tarifen und Tickets der Rurtalbahn gibt es unter: www.rurtalbahn.de.

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