Jülich - Eine Stippvisite zur Wiege der Vereinigten Staaten

Eine Stippvisite zur Wiege der Vereinigten Staaten

Letzte Aktualisierung:
9860306.jpg
Das Bild zeigt die Schüler vor der Independence Hall in Philadelphia. Foto: Dirk Neumann

Jülich. Zum 12. Mal folgten 23 Schülerinnen und Schüler des Jülicher Gymnasiums Zitadelle zusammen mit ihren Lehrern Rosi Nitsch-Kurczoba und Dirk Neumann der Einladung der Collingswood High School in New Jersey.

Für drei Wochen waren sie Gast in amerikanischen Gastfamilien der gleichnamigen Kleinstadt in der Nähe Philadelphias und erlebten dort intensiv die herzliche amerikanische Gastfreundschaft.

Trotz einer mehrtägigen Vorbereitung auf das Abenteuer „USA ohne Eltern“ waren die 23 Jugendlichen nach einem neunstündigen Flug aufgeregt, als sie am Flughafen in Philadelphia von ihren Austauschpartnern in einem gelben Schulbus abgeholt wurden. In den nächsten drei Wochen bekamen die Jugendlichen die einmalige Gelegenheit, Teil einer amerikanischen Familie zu sein, ihr Englisch in einer authentischen Lernumgebung anzuwenden und mit der amerikanischen Kultur auf Tuchfühlung zu gehen. Schnell erwuchsen neue Freundschaften mit Gasteltern und -geschwistern, die sich viel Mühe dabei gaben, bei den deutschen Gästen abends oder am Wochenende keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Der amerikanische Austauschlehrer John Oehlers hatte für seine Gäste zum sechsten Mal in Folge ein abwechslungsreiches und spannendes Programm organisiert. Tagesexkursionen nach Philadelphia (der Wiege der Vereinigten Staaten), nach New York City und Washington DC vermittelten einen guten Eindruck von amerikanischen Großstädten, mit zum Teil kolonialer Bebauung einerseits und tiefen Häuserschluchten anderseits.

Höhepunkte waren zweifellos der Besuch von Ground Zero in Manhattan und der Blick von der Brooklyn Bridge in New York, das Weiße Haus, das Kapitol in Washington DC sowie die Independence Hall in Philadelphia.

In Collingswood wurden die Zitadellenschüler vom Bürgermeister empfangen, besuchten die örtliche Feuerwehr und erkundeten die dortige Polizeistation. Auf Kreisebene wurden sie vom Landrat empfangen, konnten dem Sheriff Fragen stellen und abschließend das Schlachtschiff USS New Jersey besichtigen.

An anderen Tagen besuchten die Deutschen die Collingswood High School, wo sie am regulären Unterricht teilnahmen oder die Deutschstunden bereicherten. Die Vielzahl an Schließfächern (für jeden einzelnen Schüler), die Wasserspender auf dem Flur und ein breites Angebot unbekannter Fächer wie Ernährung, Kochen, Schulfernsehen oder Design versetzten die Deutschen ins Staunen. Amerikanische Sportarten wie American Football und Baseball mussten ebenfalls ausprobiert werden.

Nach mehreren Tagen im Unterricht nahm die Begeisterung für die Andersartigkeit einer amerikanischen High School zwar nicht ab. Aber es verfestigte sich bei den deutschen Gästen der Eindruck, dass sie doch lieber an der Zitadelle zur Schule gehen. „Was sie in Mathematik machen, haben wir vor zwei oder drei Jahren schon gemacht“, so die Schülerin Chiara. „In den USA wären wir auf Dauer unterfordert.“

Nach drei intensiven Wochen Aufenthalt hieß es tränenreich Abschied nehmen. Florian drückte dabei am Mikrofon vor den Eltern aus, was die meisten Deutschen dachten und fühlten: „Es war die beste Zeit in meinem bisherigen Leben.“

Aber der Abschied währt nur kurz – Anfang August kommen die amerikanischen Freunde zu Besuch nach Jülich.

It will be another awesome time.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert