Eine Reise in die mögliche eigene Zukunft

Von: dol
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An verschiedenen Stationen, wie hier im Zeittunnel, mussten die Schüler knifflige Aufgaben bewältigen. Die Art und Weise ihres Umgangs mit den Aufgaben wurde mit „Stärkepunkten” belohnt. Foto: Dolfus

Jülich. Viel über sich selbst und seine persönlichen Stärken erfuhren die siebten und achten Klassen der Hauptschulen aus Jülich und Nörvenich bei ihrem Besuch des Erlebnisparcours „Komm auf Tour” in der Jülicher Stadthalle.

Zielsetzung des Projektes der Bundesagentur für Arbeit und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) ist es, Jugendliche bereits frühzeitig für die Themen Berufswahl und Lebensplanung zu sensibilisieren.

Gemeinsam mit Partnern vor Ort (siehe Info) bieten die Arbeitsagentur und die BzgA einerseits den Parcours für die Schüler an, andererseits gibt es Schulungsangebote für Lehrkräfte und einen Informationsabend für Mütter und Väter.

Das Ganze dient einerseits dazu, den Jugendlichen auf spielerische Art und Weise Hinweise für ihre Lebensgestaltung zu geben und ihnen ihre eigenen Stärken vor Augen zu führen.

Andererseits werden hier ohne große Hemmschwellen Kontakte zu örtlichen Einrichtungen geknüpft, die bei Fragen rund um das Thema „Erwachsenwerden” Hilfestellung geben können, so Till Hoffmann von der BzgA.

Im rund 500 Quadratmeter großen Parcours besuchen die Jungen und Mädchen ein Labyrinth, einen Zeittunnel, eine „sturmfreie Bude” und eine Theaterbühne. Begleitet werden sie von Mitarbeitern der beteiligten Einrichtungen, den so genannten „Reiseleitern”.

Im Prinzip unternehmen die Schüler nichts anderes, als eine simulierte Zeitreise in ihre eigene Zukunft. Welchen Beruf könnte ich im Jahr 2020 ausüben? Lebe ich in einer festen Beziehung oder habe ich vielleicht sogar selbst schon Kinder? Kann ich mir eine eigene Wohnung leisten?

Solche und ähnliche Fragen werden natürlich an so einem Erlebnistag keine endgültige Antwort finden, aber doch den Jugendlichen Anregungen und Hilfestellungen für ihre weitere Lebensplanung geben. „Wir wollen den Schülern Impulse geben. Die Nachbearbeitung erfolgt auch im Unterricht”, so Till Hoffmann und Thomas Nessau von der Agentur für Arbeit Düren.

Eine solche Unterstützung hätte sich auch Wolfgang Gunia, Vertreter von Schirmherr Heinrich Stommel, für seine Jugend gewünscht: „Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke - da gab es überhaupt keine Hilfe bei der Berufsorientierung.” Die heutigen Schüler ließen sich nach anfänglichen Konzentrationsschwächen schnell vom Erlebnisparcours fesseln. Neben allerlei kniffligen Aufgaben, die es zu bewältigen galt, gab es auch etwas zu gewinnen: Stärkepunkte.

Die wurden von den Betreuern den Schülern auf Schulter oder Rücken geklebt. Da gab es Punkte für Menschen, die gerne anderen halfen oder die besonders kreativ waren oder die einen grünen Daumen hatten. Aber auch, wer gut mit Zahlen umgehen konnte, prima Ordnung hielt oder sich ansprechend ausdrücken konnte, punktete.

Beim Zusammenzählen aller gesammelten Aufkleber ergab sich abschließend ein Gesamtbild, dem eine primäre Stärke zugeordnet wurde. Die fand sich dann auch in den „Stärkenschränken” wieder, wo die Jugendlichen entdecken konnten, was sie mit ihren guten Eigenschaften zum Beispiel beruflich anfangen könnten.
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