Jülich - Eine Radtour, um den Geschichtsverein kennenzulernen

Eine Radtour, um den Geschichtsverein kennenzulernen

Von: ptj
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Die kooperierenden Geschichtsvereine feiern Geburtstag: Vorsitzender des Jülicher Geschichtsvereins (JGV) ist Guido von Büren (2.v.l. vorne), seine Stellvertreterin Barbara Scheidt (links neben ihm). Den Vorsitz des Opladener Geschichtsvereins (OGV) hat Michael Gutbier (2.v.r. vorne) inne. Foto: Jagodzinska

Jülich. Eine Jubiläumsfeier krönte den Rück- und Ausblick „zwischen den Jahren“ im Hotel Hexenturm. Vor fünf Jahren besiegelten die Geschichtsvereine Jülich (JGV) und Opladen (OGV) ihre Zusammenarbeit mit einem Kooperationsvertrag. 2018 planen sie die Vorstellung ihres neuen „Corporate Designs“.

 Als renommiertestes gemeinsames Projekt in der Außendarstellung bezeichneten die Vorsitzenden Guido von Büren (JGV) und Michael Gutbier (OGV) das umfangreiche Forschungs- und Ausstellungsprojekt von 2015 bis 2017 zum Preußischen Jahrhundert. Einer der vielen Belege dafür ist eine Anerkennungsurkunde des Helmut-A.-Crous-Geschichtspreises in der Kategorie „Laien“ für eine Arbeit von Bürens.

Die aus dem Projekt erlangten Erkenntnisse wurden und werden schrittweise weiter reflektiert, etwa in einem Workshop im ablaufenden Jahr zum Thema „Quo vadis lokaler Geschichtsverein?“. Insgesamt blickten die Vorsitzenden wieder auf ein „sehr erfolgreiches Jahr mit umfangreichem Programm“ zurück. Der JGV zählt 320 Mitglieder und freut sich „über jedes neue Mitglied“, nicht zuletzt wegen der Finanzierung ehrgeiziger Projekte. Ein „Versuchsballon zur Mitgliederwerbung“ startet am 18. Juli in Gestalt einer etwa zweistündigen Radtour in den „Erlebnisraum Römerstraße“ – ohne vorherige Anmeldung.

Der JGV kooperiert „mit mindestens einem guten Dutzend Vereinen in verschiedensten Konstellationen“. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der „Initiativkreis im öffentlichen Raum“, der mit Beteiligung des JGV zurzeit einen Kunstweg ins Leben ruft. „Neue Wege“ ging der Verein 2017 auch mit dem „Kino im KuBa“. Zwei weitere Filmnachmittage sind geplant mit dem Animationsfilm „Loving Vincent“ im März und dem Dokumentarfilm „National Gallery“ im Oktober. Mit „manchmal weit über 50 Teilnehmern über das Jülicher Umfeld hinaus“ hat sich der „Mittwochsclub“ etabliert. Weitere sieben Vortragsabende sind terminiert. Die 30. „Jülicher Bücherbörse“ steigt am 18. Februar im PZ der Zitadelle.

Das Flaggschiff

Zu diesem Anlass werden die im Janus-Verlag erschienen Bände 82/83/84 der Jülicher Geschichtsblätter vorgestellt, das „Flaggschiff“ des Vereins in der Außenwahrnehmung. Der Arbeitskreis „Mundart“ trifft sich weiterhin jeden ersten Dienstag im Monat um 18 Uhr in der Christina-Stube. Auf Mitgliederwunsch hat der JGV einen Jahreswandkalender mit stimmungsvollen Fotomotiven herausgebracht, der Nicht-Mitgliedern für fünf Euro angeboten wird. Eine sehr umfangreiche Publikation mit dem JGV als Mitherausgeber erscheint im März in der Schriftenreihe der Niederrheinakademie.

Das 700 Seiten starke Werk thematisiert die zweitägige Fachtagung 2016 in Kleve zu „Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg und seine Zeit“. Der JGV beteiligt sich ebenfalls an einem Projekt zum Ersten Weltkrieg, das der OGV angestoßen hat. Thema ist der „europäischen Blick“ aus der Sicht von sieben bis acht „europäischen Heimaten“ auf den Anfang, den Verlauf und das Ende des Krieges. Die Bedeutung „für die einzelnen Gemeinden wird reflektiert“, wie Gutbier es ausdrückte.

Sahnebonbon der Jahresaktivitäten 2018 sind acht Tagesfahrten und vier Studienfahrten. Nach einer erneuten Ausschreibung ist das Reisebüro „Herweg“ in Leverkusen Organisator, das wie gewohnt ein Programmheft produziert. Weiterhin läuft die Anmeldung über den Jülicher Geschichtsverein. Die Auftakttagesfahrt führt traditionell in die Bundesstadt Bonn, wo das LVR-Landesmuseum mit der Ausstellung „Die Zisterzienser. Das Europa der Klöster“ aufwartet.

Ziel der fünftägigen Studienfahrt im Mai sind „Orte der deutschen Demokratie- und Verfassungsgeschichte“, nämlich Hambacher Schloss, Rastatt, Wiesbaden, Frankfurt und Mainz. „Karl Max und Trier“ ist Thema der dreitägigen Fahrt im Juni. Die fünftägige Studienreise im Oktober steht unter der Überschrift „Mythos Bayern“. „Auf den Spuren der Via Belgica“ wandeln die Geschichtsvereine schließlich an drei Tagen im November.

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