Eine Heizzentrale versorgt alle Häuser im Wohngebiet Ölmühle

Von: dmd
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Einblick in die Heizzentrale im Wohngebiet Ölmühle. Sigrid Baum, Pressesprecherin der Stadtwerke Jülich, Dirk Schroller, Service, und Thomas Gremmer, Projektleiter, erläutern die Funktionsweise der Anlage. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Wer baut, muss an eine Heizung denken. Im Jülicher Wohngebiet „An der Ölmühle“ können die Bauherren getrost auf eine konventionelle Heizung verzichten, auch ein Schornstein ist nicht nötig. Denn: Die Stadt-Entwicklungsgesellschaft Jülich (SEG) und die Stadtwerke Jülich GmbH (SWJ) erstellten ein innovatives Konzept.

Eine Heizzentrale mit Blockkraftheizwerken und zwei Kesseln übernimmt zukünftig die Versorgung der geplanten 40 Einfamilienhäuser.

14 Häuser befinden sich schon im Bau, die Wärmeleitungen wurden im letzten Jahr verlegt. „Jedes Haus wird individuell angeschlossen, wenn der Bauherr das Signal gibt“, sagt Projektleiter Energieeffizienz bei der SWJ, Thomas Gremmer. Das sei meist der Fall, wenn der Estrich verarbeitet wird. Anschließend sorgt Nahwärme auf Bio-Erdgas-Basis für warmes Wasser und Wärme im Haus.

Wärmeliefervertrag

Die Funktionsweise ist folgendermaßen: In den Blockheizkraftwerken wird Strom erzeugt, die entstehende Wärme heizt das Wasser der Wärme-Speicheranlage auf rund 65 Grad Celcius. Das Wasser wird zu den Häusern geleitet und versorgt die Fußbodenheizung wie auch den Wärmewasser-Speicher. Das abgekühlte Wasser fließt über einen Rücklauf in die Zentrale zurück. Neben dem Hausanschluss benötigt der Bauherr lediglich eine Übernahmestation und einen Warmwasser-Speicher und schließt mit der SWJ einen Wärmeliefervertrag ab.

Klimaneutral

Der Vorteil für den Hauseigentümer liegt nicht nur in der ökologischen und klimaneutralen Wärme. Ein weiterer Pluspunkt liegt in dem Sparpotential, denn klassischer Heizkessel wie Schornstein sind unnötig. Das schont den Geldbeutel. Zudem übernehmen die Stadtwerke die Wartung der Anlage. Reparatur-, Wartungs-, und Kosten für eine Neuanschaffung nach rund 20 Jahren entfallen. Thomas Gremmer sagt es ganz deutlich: „Wir sorgen für den Betrieb der Heizanlage, wenn etwas kaputt geht, ist das unser Problem“. Und Sigrid Baum, Pressesprecherin der Stadtwerke, ergänzt: „Ein Störungsdienst steht bereit.“

Der Platz im Haus, den eine konventionelle Heizanlage beansprucht, kann im Wohngebiet Ölmühle als Wohnraum genutzt werden. Auflagen für regenerative Wärmeerzeugung entfallen, weil die zentrale Anlage die Anforderung des aktuellen Gesetzes zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich erfüllt. Und der CO2 Ausstoß der zentralen Heizanlage ist im Vergleich zu vielen kleinen Anlagen deutlich reduziert.

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