Jülich - Eine Frau, die Jülich in 25 Jahren positiv verändert hat

Eine Frau, die Jülich in 25 Jahren positiv verändert hat

Von: -vpu-
Letzte Aktualisierung:
12214392.jpg
Blumen vom Bürgermeister: Axel Fuchs würdigte im Stadtrat die großen Verdienste der scheidenden Dezernentin Katarina Esser. Foto: Uerlings

Jülich. Beim allerletzten Wort des Dankes kippte die Stimme ein wenig – wie zur Bestätigung, dass es ihr wirklich nicht leicht fällt, das Jülicher Rathaus nach 25 Jahren zu verlassen. Sie hat viel bewegt und bewirkt. Von der Gleichstellungsbeauftragten zur Amtsleiterin und zur Dezernentin. Katarina Esser ist am Donnerstag vom Bürgermeister und vom Stadtrat mit Applaus, Blumen und Geschenken verabschiedet worden.

Axel Fuchs hob Einsatzbereitschaft, Kompetenz und Ideenreichtum hervor, mit der die scheidende Frau aus dem Verwaltungsvorstand „hervorragend und herausragend“ gerarbeitet habe. „Sie haben malocht und die Stadt verändert – zum Positiven.“

Katarina Esser wechselt zum 1. Juni zum Kreis Viersen, wo sie ebenfalls als Dezernentin arbeitet. Dort könne man „sich glücklich schätzen“, sagte Fuchs. Esser hinterlasse im Neuen Rathaus große Fußstapfen. Der Verwaltungsleiter brauchte Minuten, um Projekte aufzuzählen, die Katarina Esser und ihr „tolles Team“ allein in den vergangenen fünf Jahren realisiert haben. Dazu zählen der Aufbau der Sekundarschule, die Sanierung des Schulzentrums, der Auf- und Ausbau der Kinderbetreuung, der Offenen Ganztagsschulen, der Schulsozialarbeit, der Jugendarbeit, ehrenamtlicher Hilfsstrukturen für Senioren, Nahversorgung, der Aufbau touristischer Strukturen, eines Stadtentwicklungskonzeptes, des Bürgerbusangebotes bis hin zum Jülicher Beitrag im Wettbewerb Zukunftsstadt und dem breiten Kulturangebot.

Ganz zu schweigen vom erfolgreichsten Kunsthandwerkerinnenmarktes in Deutschland, der ihren Stempel trage. „Das verdient allergrößten Respekt. Sie werden der Maßstab sein“, erklärte Fuchs. Über Katarina Essers Beweggründe, eine neue Herausforderung zu suchen, sei viel spekuliert worden. Er hoffe auf ihr Verständnis, dass er einen ihrer Wünsche „nicht möglich machen konnte“. Gemeint ist damit der von ihr vorgeschlagene neue Zuschnitt des Fachbereichs, der sich mit seinen Vorstellungen nicht deckte.

Katarina Esser war gerührt: „Ich freue mich über die Wertschätzung.“ Sie dankte den Kolleginnen ihres Teams, die sie „getragen und manchmal ertragen haben“. Sie sei stolz, „die Entwicklung der Stadt mit gestaltet zu haben“.

Die Nachfolge wird bis Jahresende kommissarisch geregelt. Der Bürgermeister übernimmt die Bereiche Stadtmarketing und Kultur. Das Sozialamt wechselt in das jetzige Esser-Dezernat V. Kommissarisch verantwortlich ist ab Juni Sozialamtsleiterin Doris Vogel, so Axel Fuchs auf Anfrage.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert