Eine Bücherei im Kindergarten

Von: spl
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Schmökern nach Herzenlust: Di
Schmökern nach Herzenlust: Diese Möglichkeit hat der Kindergarten „Arche” in Aldenhoven geschaffen. Die eigene Bücherei weckt Leselust und sorgt für einen Unterbau für die Schule. Foto: Plahm

Aldenhoven. „Bücher lassen sich studieren und genießen,” sagt Pfarrer Charlie Cervigne von der evangelischen Kirchengemeinde <b>Aldenhoven.</b> Und genau das wird im Kindergarten „Arche” beherzigt.

Seit kurzer Zeit gibt es dort die erste Kindergartenbücherei in Aldenhoven. Hier können die Kinder Bücher eigenständig nach Lust und Laune entdecken. Die Kinder sollen möglichst früh das Buch als einen „Lebensbegleiter auch für verschiedene Gefühlssituationen”, wie Cervigne es nennt, kennenlernen. Die eigene Neugier und der eigene Ehrgeiz stehen dabei im Vordergrund, frei von Zwang. So können die Kleinen zwischen verschiedenen Themen Bücher auswählen. Ganz wie in einer richtigen Biliothek sind sie mit Hilfe von Symbolen sortiert.

Die zahlreichen Bilder- und Vorlesebücher handeln zum Beispiel von Spaß und Freude, Gesundheit, Krankheit, Religion, Technik, Freundschaft oder Mut. Da ist wahrlich für jede zukünftige Leseratte etwas dabei. Kindergartenleiterin Karla Harf betont auch, wie wichtig es ist, schon im frühen Kindesalter einen geübten und selbstständigen Umgang mit Büchern zu erlernen. Als „Unterbau für die Schule” sehe man sich, so Cervigne. So werden die Kinder auch dazu ermuntert, bei bestimmten Fragen erst selber nachzuforschen und in der Bücherei vielleicht ein passendes Buch dazu zu finden, bevor die Erzieher einfach alles sofort erklären.

Der Pfarrer berichtet ebenso davon, dass bei den Kindern über die Bücher der natürliche Ehrgeiz, etwas verstehen zu wollen, geweckt werde. „Die Kinder wollen irgendwann nicht immer nur vorgelesen bekommen, sie sind auch stolz, wenn sie bereits erste Buchstaben oder Worte eigenständig erkennen können.” So bildet die Kindergartenbücherei in der Tat einen Unterbau für die Schule, bei dem Neugier und Ehrgeiz geweckt werden sollen, aber auch ein sorgfältiger Umgang mit Büchern erlernt werden soll. Das Lesen nicht nur lernen und Anstrengung bedeutet, erfahren die Kleinen auf diese Weise ebenfalls, bietet die Bücherei doch neben einem Tisch zusätzlich einen weichen Teppich und zwei Sofas. Dem Entspannen und Abtauchen in eine Fantasiewelt steht nichts mehr im Weg.

Für diese angenehme Atmosphäre in der Bücherei, habe vor allem eine Person gesorgt, betont Cervigne. Brigitte Ayache habe mit Engagement und viel Sorgfalt den Raum gestaltet. Damit die frühkindliche Lese-Neugier auch zu Hause Thema wird, hat der Kindergarten die Eltern ins Boot geholt. Regelmäßige Vorlesetage, bei denen auch die Eltern mitmachen, werden auf dem Programm stehen. Das erste Treffen dieser Art (Motto „Lustige Geschichten”) steht am 18. November auf dem Plan.
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