Eine bemerkenswerte Ausstellung der Vogelfreunde

Von: gre
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Das Interesse an schön gefiederten Lieblingen war auch diesmal groß. Foto: Greven

Schleiden. Eine derartige Vielfalt an buntem Gefieder bietet nur der bekannte „Weltvogelpark Walsrode“, kein Zoo. Die Ausstellung der „Vogelfreunde Aldenhoven und Umgebung 2005“ kommt ihm am Nächsten. Kein Wunder, dass sich viele Vogelfreunde aus der Umgebung diese Schau nicht entgehen lassen.

Zugegebenermaßen war es diesmal eine Jubiläumsschau, die im „Vogelparadies“ Schleidener Hof geboten wurde, das Zehnjährige des Vereins. Bürgermeister Ralf Claßen hatte aus diesem Anlass die Schirmherrschaft übernommen. Ihn, der schon viele Kleintierschauen besucht hatte, verwunderte nicht nur die Vielfalt, sondern auch die mit viel Liebe und hohem Aufwand verbundene wunderschöne Präsentation.

Rosa Kakadus

Wegen des besonderen Anlasses hatte man die Schau aufgepeppt mit besonders seltenen gefiederten Exemplaren, die von befreundeten Vereinen und auswärtigen Züchtern zur Schau gestellt wurden. Sie fielen besonders ins Auge, die aus Australien stammenden Rosa Kakadus oder die kleinen Mohrenkopf-Papageien, von denen es in Deutschland nur wenige Exemplare gibt.

Eigens als Genesungspräsent für die Ehrenvorsitzende Anna Baum hatte man zum Jubiläum den Schwerpunkt Groß-Sittiche ausgewählt, da die alte Dame zu den renommiertesten Züchtern dieser Ziervögel zählt. Die prächtigsten Exemplare, wie Bauersringsittich, Rotflügelsittich oder Halsbandsittich, im Eigentum des Vorsitzenden Kai-Uwe Rosenkranz aus Lafeld, zählten zur Rahmenschau und waren außerordentliche Schauobjekte. In der Vereins-Bewertung der Großsittiche dominierte Volker Speuser, dessen Agapornis Fischeri die ersten Plätze in der Einzelwertung plus Vereinswertung und Gesamtleistung belegten.

Die Züchterin Ursula Schwier dominierte bei den Wellensittichen. Ihre Lutinos holten in dieser Kategorie alle Preise.

Zahlenmäßig besonders stark vertreten waren die Kanarien. Sie haben in Bergbaugegenden Tradition. Zuerst waren es Gesangskanarien. Ihnen folgten die Positur-Kanarien, von denen es eine Vielfalt in Farbe und Form gibt. Beide gesondert gewertet. Der Schönste in Farbe gehört der Züchterin Ulrike Peters, ein Ivoor gelb Schimmel, mit der Höchstpunktzahl von 93 bewertet. Mit zehn Vögeln und 910 Punkten wurde sie Vereinsmeister, und mit allen ihren Exemplaren erhielt sie 1706 Punkte. Wiederum wie in den Vorjahren stellte der 14-jährige Gerald Koch den schönsten Positur-Kanarienvogel, ein Berner lipochrom, der 92 Punkte holte. Für seinen Berner gelb Schimmel erhielt er die gleiche Punktwertung und wurde bester KA-Junior.

In großen Volieren werden die Waldvögel oder Cardueliden sehr anschaulich präsentiert. Hier dominierte wie immer Frank Berger, wie im Vorjahr mit dem Mexikanischen Karmingimpel. Frank Berger holte auch den 1. Platz, die Vereinsmeisterschaft und die höchste Gesamtleistung bei den Exoten mit der kleinen Grünflügeltaube. Die Züchtung der Exoten ist eine Wissenschaft für sich in punkto Klima und insbesondere Fütterung, weil sie tierische Nahrung benötigen, zum Beispiel Mehlwürmer oder ähnliches Getier.

Erheblicher Aufwand

Überhaupt ist die Haltung dieses Kleingefieders mit erheblichem Aufwand, auch in behördlicher Hinsicht, verbunden. Das gilt insbesondere für die einheimische Vogelwelt in Privathaltung. Das könnte auch der Grund dafür sein, dass die Anzahl der Züchter zur abnehmenden Spezies zählt, wie überhaupt die Kleintierzucht, wie zum Beispiel Brieftauben und Kaninchen. Aber der Verein, der der Kreisvereinigung Düren angehört, zu dem auch Züchter aus dem Heinsberger Raum zählen hat noch Nachwuchs. So sicherte sich ein dreijähriger Knirps das Ei eines Papageien-Pärchens, welches er in einer Voliere entdeckt hatte.

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