Kreis Düren - Eine Achterbahnfahrt im letzten der drei Sommermonate

Eine Achterbahnfahrt im letzten der drei Sommermonate

Von: kjl
Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Auch im letzten der drei Sommermonate zeigte sich das Wetter eher unbeständig als hochsommerlich heiß. Dennoch gab es große Unterschiede zwischen den Hochlagen der Rureifel und dem Dürener Land.

Während die Mittel-Temperatur in Vossenack kühle 15,9 Grad erreichte, lag sie in Düren bei 17,9 Grad (+0,9 Grad) im Vergleich zum Dürener Klimamittel (1981-2010).

Zählt man alle drei Sommermonate zusammen, dann konnte man für Düren eine geringe negative Abweichung von -0,1 Grad errechnen, und so wurde der Sommer auch empfunden.

Es war im Dürener Land der kühlste Sommer seit 2000. Die niedrigsten Nachtwerte des Sommers gab es zum Augustende in den hochgelegenen Flusstälern des Nationalparks. Dagegen kletterte das Quecksilber vor allem am gewittrigen 18. des Monats über die 30-Grad-Marke.

Heißeste Orte waren im Dürener Land Vettweiß mit 31,6 Grad, Drove mit 32 Grad und Niederzier-Hambach und Obermaubach mit 32,2 Grad, keine besonders hohen Werte für die „Hundstage”. Dennoch bildete sich zwischen Jülich und Inden an diesem Tag eine Superzelle aus rotierenden Wolken mit Hagelkörnern im Raum Bourheim.

Die Regenfälle waren im Wesentlichen auf heftige Gewittergüsse zurückzuführen. Am Ende der kurzen Hitzewelle um den 18. und 26. August standen teils heftige Starkregenfälle und Sturmböen, die einen markanten Temperatursturz einleiteten. Im Kreis wurden meist 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit gemessen. An der Schwammenauel und in Vettweiß fielen am 18. August innerhalb von 60 Minuten 29 Liter, in Hambach 32,5 Liter und bei Aldenhoven sogar 34 Liter in 30 Minuten.

Die Monatssummen waren unterm Strich 25 bis 50 Prozent zu hoch. Hier einige Summen zum Vergleich mit eigenen Messungen: Hambach 151 l/qm, Hoven 122 l, Drove 118 l, Vossenack 115 l, Brandenberg 110 l, Schwammenauel 104 l und Hergarten 77 l.

Wie schon in den beiden ersten Sommermonaten blieb auch im August die Sonnenscheindauer hinter den Erwartungen zurück. In Düren wurden nur 195 und in Nörvenich 191 Stunden gemessen. Nicht besser das Bild in den Hochlagen der Rureifel: Vossenack 134 Stunden und in der Tallage Heimbach 142. Inzwischen ist der Herbst vielversprechend gestartet. Die ersten zehn Tage waren fast drei Grad zu warm, am 3. und 10. wurden Werte zwischen 25 und 32 Grad gemessen, ein guter Sommernachschlag.
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