Einbruchsschutz: Polizei berät im Jülicher Rathaus

Von: jago
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Beim Sicherheitstag zum Thema Einbruchschutz stand der Technischer Fachberater des Kriminalkommissariats für Kriminalprävention und Opferschutz, Dietmar Schorn (l.), den Besuchern zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Foto: Jagodzinska

Jülich. Aktuelle Statistiken belegen eine rückläufige Tendenz bei Wohnungseinbrüchen im Kreis Düren. Diese erfreuliche Entwicklung nutzt dem Einzelnen jedoch recht wenig, wenn er allen Statistiken zum Trotz selbst davon betroffen wird. So bleiben für die Polizei im Kreis Düren die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen und Maßnahmen zur wirkungsvollen Prävention ein Schwerpunktthema.

Wie kann ich potenziellen Tätern das Leben schwer machen? Wie kann ich mich als Mieter oder Hausbesitzer wirksam schützen? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt des Sicherheitstags, zu dem die Polizei ins Rathaus Jülich eingeladen hatte.

Kriminalhauptkommissar Dietmar Schorn, Technischer Fachberater des Kriminalkommissariats für Kriminalprävention und Opferschutz, informierte das kontinuierlich wechselnde Publikum mittels Projektionen und an Hand von Exponaten und Schnittmodellen. Er machte deutlich, dass weit verbreitete Einschätzungen oft nicht den Tatsachen entsprechen. So ist die größte Häufigkeit von Einbrüchen beispielsweise nicht zu nächtlicher Stunde festzustellen, sondern tagsüber, wenn üblicherweise niemand im Haus ist.

„Einbrecher sind Distanztäter, sie möchten Sie zu Hause nicht antreffen“, erläuterte Schorn die oft aus der Situation entstehende Vorgehensweise. Die günstige Gelegenheit ermuntere zur Tatausführung. Einbruchschutz beginnt stets bei der Wohnungseingangstür und setzt sich bei den Erdgeschossfenstern und Zugangsmöglichkeiten über die Terrasse fort. Bei der näheren Erklärung diverser mechanischer Sicherungseinrichtungen wie Kastenschloss mit Sperrbügel, Hintergreifhaken oder Sicherheitswinkelschließblechen und weiteren stand Schorn mit Wilhelm Schwieren ein Fachmann zur Verfügung, der auch knifflige Fragen zu Nachrüstsystemen kompetent beantwortete.

Für die Interessenten lag ausführliches Informationsmaterial bereit, wie etwa die Partnerübersicht der Schutzgemeinschaft Rureifel im Netzwerk „Zuhause sicher“, die auch über das Internet abrufbar ist.

Beeindruckend war eine kurze filmische Demonstration, in der gezeigt wurde, wie schnell sich Einbrecher Zugang zu einer Wohnung verschaffen können. Ein Akkuschrauuber oder ein stabiler, großer Schraubendreher reichen als Werkzeug, um nach nur 16 Sekunden das ungesicherte Hindernis überwunden zu haben. Da der Zeitfaktor eine große Rolle spielt, kann jede einzelne erschwerende Sicherungsmaßnahme dazu beitragen, dass ein potenzieller Einbrecher vom Objekt ablässt.

Im Anschluss an den Infomarkt fasste Dietmar Schorn die Erkenntnisse und Präventivmaßnahmen der Kriminalpolizei, sowie die Möglichkeiten, die jeder ergreifen kann, in einem äußerst informativen Vortrag zum Thema Einbruchschutz zusammen.

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