Einbruchserie in Gartenkolonie geht weiter

Von: jan
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Tatort Gartenkolonie: Im April hat die Polizei wegen Brandstiftung ermittelt. Jetzt waren wieder Einbrecher am Werk. Foto: Jansen

Jülich. In der Kolonie der Gartenfreunde Jülich-Heckfeld kehrt einfach keine Ruhe ein. Zum siebten Mal allein in diesem Jahr verzeichnete die Polizei eine Nacht mit Einbrüchen in die Schrebergärten-Häuser. In der Nacht zum Dienstag stiegen bislang Unbekannte in neun Gebäude ein.

Dabei erbeuteten sie Werkzeuge und Haushaltsgegenstände. Die Idylle ist seit langer Zeit schon gestört. Die Freude am kleinen Fleck im Grünen ist der Angst vor Einbrüchen und Vandalismus gewichen. Trauriger Höhepunkt war die Brandstiftung am 13. April, bei der in der Folge ein Haus komplett abbrannte. Die Ermittlungen in der Sache laufen noch.

Der Jülicher CDU-Ratsherr Hermann-Josef Buers gehört den Gartenfreunden an und spricht von einer großen Verunsicherung, die sich längst bei den Mitgliedern breit gemacht hat. Denn: „Es ist auffällig, dass dort wiederholt eingebrochen wird“, bestätigte Polizeisprecher Ralf Meurer, dass die Gartenkolonie zu einem Brennpunkt geworden ist.

Buers berichtet sogar von einem Mitglied, in dessen Häuschen in den vergangenen zehn Jahren 34 Mal eingebrochen worden sei. „Ich kann das einfach nicht verstehen. Bei uns lässt schon lange keiner mehr etwas Wertvolles im Gartenhaus“, sagte Buers. „Es gibt einfach nichts mehr zu holen.“ Und trotzdem kommen die Einbrecher immer wieder. Das liegt an der leichten Beute, die sie offenbar wittern.

„Die Gefahr, da entdeckt zu werden, ist niedrig“, erklärt Meurer. Die Anlage liegt abgeschottet, Bäume verdecken den Blick von den anliegenden Häusern aus, das Gelände liegt an einem öffentlichen Radweg und ist nicht abgeschlossen.

Mittlerweile sei die Verzweiflung schon so groß, dass einige Besitzer nicht mehr abschließen. Zu holen gebe es in den Häuschen nichts, und so werde wenigstens die Türe beim Einbruch nicht beschädigt, erklärte Buers den Gedankengang.

Guter Rat ist im Heckfeld teuer. Das Anbringen sogenannter Wild-Kameras, die sonst von Jägern verwendet werden und sich bei Bewegung aktivieren, könnte laut Meurer ein Mittel sein, um wenigstens Beweise zu sammeln.

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