Jülich - Einbrecher und Feuerteufel in Jülicher Gartenkolonie

CHIO Freisteller

Einbrecher und Feuerteufel in Jülicher Gartenkolonie

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
9859107.jpg
Trotz eines Großeinsatzes der Feuerwehr war das Gartenhaus nicht mehr zu retten. Die Ursache für das Feuer war vermutlich Brandstiftung. Foto: Horrig
9859214.jpg
Die Überreste des abgebrannten Gartenhauses im Jülicher Heckfeld. Foto: Jansen

Jülich. Das Wetter ist bestens am Dienstag, die Stimmung in der Kolonie der Gartenfreunde Jülich-Heckfeld dagegen düster. Sehr düster. Nachdem die Gärten in den vergangenen zwei Wochen immer wieder zum Ziel von Einbrechern und Randalierern geworden sind, brannte in der Nacht zum Dienstag eines der Häuschen völlig ab, ein zweites wurde stark beschädigt.

Die Gartenfreunde hatten von Anfang an einen Verdacht: Das war Brandstiftung. Die Polizei hat das am Dienstagnachmittag bestätigt. Am Montag gegen 23 Uhr hatten Anwohner die Feuerwehr alarmiert, nachdem eine Gasflasche mit einem lauten Knall explodiert war. „Wie können wir das in den Griff bekommen? Wir wissen es nicht“, sagt die Vorsitzende Nina Winter. Zuerst habe die Serie von Einbrüchen in den vergangenen zwei Wochen die Gartenfreunde stark beunruhigt. Immer wieder sei die Polizei da gewesen, bisher gibt es aber noch keine Spur von den Tätern. „Man steht auf und denkt sich: Hoffentlich ist heute nichts in meinem Garten passiert“, beschreibt Hermann Josef Buers die derzeitige Stimmungslage bei den Gartenfreunden.

Offenes Gelände

Und jetzt die Brandstiftung. „Da wird einem richtig schlecht“, sagt Buers. Vor allem aufgrund der Hilflosigkeit. Mit der Tatsache, dass hin und wieder nachts Einbrecher auf der rund 14.500 Quadratmeter großen Fläche aktiv sind, haben die 130 Mitglieder unfreiwillig zu leben gelernt. Aber die Häufigkeit in den vergangenen zwei Wochen schlage allen auf den Magen. „Wir können das nicht verstehen. Niemand bewahrt hier wertvolle Dinge auf. Und trotzdem....“

Die Anlage ist nicht abgeschottet, sie liegt entlang eines öffentlichen Radwegs. Und jetzt das Feuer, das die Jülicher Wehr dreieinhalb Stunden lang auf Trab gehalten hat. Problematisch bei den Löscharbeiten war die Wasserversorgung, da sich ein Hydrant nicht öffnen ließ und bei einem zweiten erst der Deckel mit Gewalt entfernt werden musste. Mit drei Trupps unter Atemschutz, drei Schläuchen und rund 8000 Litern Wasser rückte die Wehr an. Zwei weitere Gasflaschen konnten noch rechtzeitig gesichert werden. Zurück bleiben eine abgebrannte Trümmerwüste und viele Sorgen.

„Das ist für uns als Verein ein großes Problem“, sagt Winter. Finanzielle Mittel gibt es nicht, um die geschädigten Pächter großartig zu unterstützen. Erst im vergangenen Herbst war ein großer Rasenmäher aus dem Vereinsheim gestohlen worden, im Wert von fast 5000 Euro. Wenn die Verunsicherung jetzt weiter um sich greift, dann steht zu befürchten, dass Pächter abspringen. „Das ist sehr traurig, was hier passiert“, sagen Winter und Buers. „Die Stimmung hier war immer so gut.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert