Ein Verwirrstück der köstlichen Art

Von: brs
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„Patientin“ Carmen Sauer (Waltraud Krahe, rechts) glaubt augenscheinlich an Außerirdische, ist in Wirklichkeit jedoch auch nur eine getarnte Juwelendiebin. Foto: B. Sylvester

Koslar. Vor 22 Jahren standen die ersten Koslarer Theaterfreunde auf der Bühne, am vergangenen Wochenende brachte die aktuelle Besetzung ihr neuestes Stück auf die Bretter, die die Welt bedeuten sollen. Ihr Publikum im bis auf den letzten Platz ausverkauften Pfarrheim wartete gespannt auf den „Genial verrückten Coup“.

Das Warten lohnte sich: Die Hobbytruppe brachte in drei Akten ein rasantes, amüsantes Verwirrstück auf die Bühne. Ob Peter Brendel, der als Hauptkommissar Alexander Bachmann inkognito ins Nonnengewand schlüpfen und mit verstellter Stimme die übrigen Protagonisten hinters Licht zu führen suchte, oder Manuela Röhring als engagierte Ärztin im Praktikum, die sich ihres zudringlichen Patienten erwehren musste – die Darsteller spielten mit Inbrunst und Engagement. Und die Zuschauer lohnten es ihnen mit reichlich Applaus und viel Gelächter.

Verschiedenste Rollen

„Ein genial verrückter Coup“ aus der Feder von Martina Röhrich sorgte nicht nur für viele Lacher, das Verwirrstück verlangte von seinen Betrachtern auch einige Aufmerksamkeit. Nicht umsonst versuchte die resolute Schwester Ines (Lissy Vendt) dem Polizisten Bachmann die Zwangsjacke anzuziehen, hielt Psychiaterin Dr. Anita Neumeyer (Andrea Eßer) den Gangster Rudolph Mooshauer (Christoph Frechen) für einen heillos verwirrten Schizophreniepatienten.

Während sich das Pflegepersonal besorgte Gedanken um die geistige Gesundheit ihrer Schutzbefohlenen machte, planten eben jene im stillen Kämmerlein ihren genialen Coup und schlüpften ganz nebenbei in verschiedenste Rollen: Während des Feuerwerks zur 1110-Jahr-Feier von Koslar will die Gangstertruppe den Laden des benachbarten Juweliers Richard Dollinger (Bernd Stauch) ausrauben.

Mit von der Partie sind Ex-Ehepaar Carmen Sauer (Waltraud Krahe) und Bauingenieur Klaus Finke (Jürgen Eßer), die mit ihren Streitereien gehörig an den Nerven von Gaunerkollege Mooshauer zerren.

Doch nicht nur Gaunerei gehörte zum Coup, auch ein bisschen Romantik hielt das Stück bereit: Der verliebte Hausmeister Ernst Schmitt (Bernd Frey) bedrängt Stationsärztin Neumeyer so lange, bis sie schließlich einwilligt, mit ihm das Feuerwerksspektakel zu besuchen – und schafft sie so ganz unbeabsichtigt dem Diebestrio aus dem Weg.

Währenddessen verliebt sich des Gangsters Tochter (Judith Wagner) zu allem Unglück auch noch ausgerechnet in den ermittelnden Hauptkommissar. Inmitten all dessen versucht Putzfrau Svetlana (Helene Wagner) zur großen Erheiterung des Publikums den Tücken der deutschen Sprache auf die Schliche zu kommen und sorgt so für ein paar zusätzliche Lachtränen wenn sie (Glüh-)Birnen mit Äpfeln verwechselt.

Am kommenden Wochenende geht es weiter: Freitag und Samstag jeweils um 19 Uhr und Sonntag um 17 Uhr steht „Ein genial verrückter Coup“ erneut auf dem Programm.

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