Jülich - Ein Unentschieden, das eine Niederlage ist

Ein Unentschieden, das eine Niederlage ist

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Der „Zehner”-Vorstand setzt unverdrossen auf die Jugend als Trumpfkarte der Zukunft. Ebenso unerschütterlich hält er an dem Traditionsverein fest, der selbst durch das Insolvenzverfahren nicht in Frage gestellt wird. Foto: Jonel

Jülich. Fußballer wissen: Ein Unentschieden ist keine simple Punkteteilung, und schiedlich friedlich geht so ein Remis auch nicht vonstatten. Der SC Jülich 1910/97 hat vor wenigen Tagen eine Unentschieden erlebt, das eine Niederlage ist.

Bei der Abstimmung über den Insolvenzplan vor dem Amtsgericht Aachen gab es ein Patt der Gläubiger - und damit die Ablehnung des Plans.

Und die fußballerischen Parallelen drängen sich auf: Die Niederlage war vermeidbar. Statt des tatsächlichen 1:1 in der Abstimmung wäre ein 2:1 für den Insolvenzplan „drin” gewesen. Aufgelaufen waren der Vertreter des Finanzamtes, der gegen den Insolvenzplan stimmte, und der Vertreter des Fußballverbandes Mittelrhein, der für den Plan votierte.

Aufgestellt war aber auch die Vertreterin der dritten Gläubigergruppe, unter anderem mit der Stadt Jülich und die Sparkasse besetzt. Sie hätte im Sinne der von ihr vertretenen Gläubiger für die Annahme des Plans gestimmt, hatte aber „von dieser Versammlung offiziell nichts gewusst”, erklärte Vereinsvorsitzender Michael Lingnau auf Nachfrage.
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