Ein Training, damit es im Alltag wieder rund läuft

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Die Physiotherapeuten am St.-Elisabeth-Krankenhaus Jülich zeigen Tricks und Kniffe im richtigen Umgang mit dem Hilfsmittel. Foto: Mengel-Driefert

Jülich. Wer sich zu Fuß unsicher fühlt, ist gefährdet, seine Mobilität zu verlieren. Früher war der Stock das Hilfsmittel der Wahl. Heute ist der Rollator en vogue und hilft vielen Menschen, ihre Gehfähigkeit zu sichern.

Nun bietet das St.-Elisabeth-Krankenhaus ein spezielles Training an, nicht nur für stationäre Patienten, sondern für alle, die den Rollator bestmöglich einsetzen möchten und damit ihre Mobilität und Selbstständigkeit erhalten wollen. Das Training wird von der angeschlossenen Physiotherapieabteilung durchgeführt. „Wer gangunsicher ist, kann dieses Angebot nutzen, um Stürze zu vermeiden“, sagt Physiotherapeutin Ruth Schnitzler. Auch wenn der Sturz zurückliegt, hilft das Training, wieder Sicherheit zu erlangen.

Nicht jeder Rollator ist gleich. Hilfreich ist eine abgestimmte Einstellung und auch Unterweisung in der Funktion. Im Alltag gilt es, Bordsteine zu überwinden, Steigungen und Gefälle zu meistern, verschiedene Untergründe zu bewältigen. Welche Kniffe und Tricks können helfen? Die Einstellung der Griffhöhe ist wichtig, auch die Bremsen müssen funktionieren und bedient werden können. Wie kann der Rollator als Aufstehhilfe genutzt werden oder wie geht das Hinsetzen, wie bekomme ich den Rollator den Bordstein hoch? Zu allen Fragen gibt es Antworten und praktische Übungen. Die Physiotherapeuten im St.-Elisabeth-Krankenhaus prüfen die Einstellungen und führen spezielle Übungen durch. Eine Rampe simuliert das auf und abfahren, eine Weichmatte Bodenunebenheiten. In einem Parcours werden verschiedene Stationen durchlaufen. Er startet mit dem Slalomgehen, dadurch werde das Kurvenfahren geschult, erklärt Ruth Schnitzler. Anschließend wird der Bordstein an einer Stufe geübt.

Der Rollator wird gekippt und lässt sich dann leicht anheben. Zum bergauf und bergab gehen dient eine Rampe. Die Therapeuten schulen die Körperhaltung, zeigen, wie Gegenstände transportiert werden oder wie der Rollator in engen Räumen manövriert wird. Ruth Schnitzler zeigt das korrekte Hinsetzen, das Aufstehen, auch eine kleine Beingymnastik schließt sich dem Training an. Die stationären Patienten erhalten das Training im Rahmen ihres Aufenthaltes. Wichtig sei allerdings, dass ein gewisses Maß an geistiger Fähigkeit und körperlicher Fitness vorhanden sei, sagt Oberarzt Andreas Pieper, Leitender Geriater. Nicht jeder könne auf die Rampe geschickt werden.

Wer Interesse an einem Rollator-Sicherheitstraining hat, kann sich an das Stationssekretariat der Station S1, Heike Schaaf, Telefon 02461/620-5561 wenden. Die Teilnahme ist kostenlos.

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