Tetz - Ein Tetzer Garten als „Reh-Restaurant...”

Ein Tetzer Garten als „Reh-Restaurant...”

Von: spl
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Vorsichtig lugt das Muttertier
Vorsichtig lugt das Muttertier hinter den Bäumen im Garten der Tetzer Familie Kemmerling hervor und kontrolliert, ob die „Luft rein ist”. Foto: Plahm

Tetz. Das Familienfrühstück von Familie Kemmerling aus Tetz ist seit einigen Wochen nicht mehr ungestört. Im Garten der Familie fühlen sich eine Reh-Mutter und ihr Kitz offensichtlich sehr wohl.

Das ist kein Wunder. Hier wachsen viele große Bäume, hinter denen es sich verstecken lässt und deren Laub obendrein auch noch gut zu schmecken scheint. Wie Sibille Kemmerling erzählt, kommen die Rehe meist morgens und fressen besonders gerne die Blätter der Blutbuche sowie die Butterblumen auf der Wiese. Aber auch Ahorn- und Lorbeerblätter ebenso wie viele Sträucher sind ihrem abgefressenen Zustand nach offenbar eine Delikatesse. Auch das unbebaute Nachbargrundstück bietet den Rehen Nahrung. „Auf der Obstwiese scheinen besonders die Kirschbäume sehr beliebt zu sein”, berichtet Sibille Kemmerling.

Schnell zu verscheuchen

Ein Problem sieht die Hausbesitzerin in dem Rehbesuch nicht. Vielmehr findet sie es faszinierend, Mutter und Kind beobachten zu können. Da die Tiere sehr scheu sind, lassen sie sich mit der kleinsten Bewegung verscheuchen. Deshalb betrachtet sie die tierischen Gäste meist regungslos vom Wohnzimmerfenster aus.

Nach einigen Wochen mit regelmäßigen Besuchen der Vierbeiner sehen einige Pflanzen aber etwas mitgenommen aus. Trotzdem freut sich die Familie über den ungewöhnlichen Besuch und opfert gerne die ein oder andere Pflanze. Dass nicht alle Gartenbesitzer „Bambis Einkehr” auf das heimische Grundstück so locker sehen, liegt fast auf der Hand. Wer will, findet im Internet reichlich Foren und Tipps, um die Tiere zu vertreiben. Besonders betroffen sind natürlich Hausbesitzer am Ortsrand in der Nähe von Feldern und Wäldern haben, wie es auch bei Kemmerlings der Fall ist.

Eine gute Methode, die Tiere von den geliebten Beeten und Pflanzen fernzuhalten, soll das Aufhängen von Menschenhaaren am Zaun sein, weil Rehe den Geruch nicht schätzen. Wem das allerdings zuwider ist, der ist mit einem hohen Gartenzaun gut bedient.
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