Ein stürmisches Jahr für den Löschzug Stadtmitte

Von: ma.ho.
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Stadtbrandinspektor Udo Diß (r.) und Brandoberinspektor Swen Henseler ehrten und beförderten bei der Jahreshauptversammlung des Löschzuges 1 Stadtmitte Freiwillige Feuerwehr Jülich zahlreiche Kameraden. Foto: Horrig

Jülich. Das vergangene Jahr gestaltete sich für die Freiwillige Feuerwehr Jülich, Löschzug 1 (LZ1) Stadtmitte, einmal mehr als recht ereignisreich, betrachtet man unter anderem die zahlreichen Unwettereinsätze Pfingstmontag 2014. Löschgruppenführer Brandoberinspektor Swen Henseler nutzte den Rahmen der Jahreshauptversammlung, um mit Fakten und Zahlen das umfangreiche Einsatzspektrum des Jahres 2014 aufzulisten.

Der Löschzug rückte insgesamt 420 Mal zu verschiedenen großen und kleineren Einsätzen aus. 75 Brände, darunter 33 Kleinbrände, 30 Mittelbrände, neun Fahrzeugbrände und drei Kaminbrände beschäftigten die Wehrleute mit Löscharbeiten. Zusätzlich machten 173 technische Hilfeleistungen, 21 Mal die Alarmmeldung „Person hinter Tür“, sieben eingeklemmte Personen oder 13 Tierrettungen den Einsatz der Retter erforderlich. Weitere diverse Einsätze wie Ölspuren, Öl auf Wasser, Gasalarme, ABC-Alarme, Drehleitereinsätze und Unterstützung des Rettungsdienstes sowie ein Bahneinsatz komplettieren das Einsatzjahr. 54 Brandmeldealarme riefen den LZ 1 2014 auf den Plan.

Bei einem genaueren Blick auf die Statistik fällt erneut auf, dass der Anteil technischer Hilfeleistungen, wie Unfälle mit eingeklemmten Personen und Sturm- oder Wasserschäden über 40 Prozent aller Einsätze ausmacht.

Auf hohem Niveau

Henseler dankte den Kameradinnen und Kameraden für ihre stete Bereitschaft und die geleistete Arbeit. Zurzeit zählt der Löschzug 67 aktive Kameraden, neun Wehrleute in der Ehrenabteilung sowie zwölf aktive Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. Erfreulicherweise zeigt sich der LZ1 seit Jahren konstant auf einem hohen Ausbildungsniveau, was unter anderem 42 Atemschutzgeräteträger, zwei Brandsimulationstrainer, elf Atem-schutzgerätewarte, 28 Maschinisten für Löschfahrzeuge, 21 Drehleitermaschinisten, zehn Fachleute für Strahlenschutz oder 27 Spezialkräfte für gefährliche Stoffe und Güter eindrucksvoll beweisen.

In seinen Ausführungen zum Jahr 2014 ließ Henseler Aktionen wie Brandsicherheitswachen, Begleitung von Martinszügen, Fahrzeugpflegedienste, gemeinsame Teilnahme mit dem Technischen Hilfswerk Jülich am Stadtfest oder Löschgruppenbesuche nicht unerwähnt.

Wehrführer und Stadtbrandinspektor Udo Diß dankte ebenfalls den Wehrleuten für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Ein ganz besonderer Dank ging an Rat und Verwaltung der Stadt Jülich, die trotz der schwierigen Haushaltslage immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr zeigten.

Auch Diß ging noch einmal kurz auf das Jahr 2014 ein. So sprach er von dem ungewöhnlich heftigen Sturmtief „Ela“, das den Kameraden 159 Sturm- und 109 Wassereinsätze bescherte. Weiterhin sprach er von dem 175-jährigen Jubiläum der Löschgruppe Mersch/Pattern, der ältesten Löschgruppe der Stadt Jülich. Abschließend appellierte Diß an die Kameraden, das Ehrenamt der Feuerwehr weiter hoch zu halten.

Im Zuge der Jahreshauptversammlung nahmen Henseler und Diß einige Beförderungen und Ehrungen vor. Dennis Strobl und Sascha Iven wurden zum Hauptfeuerwehrmann und Dominic Krichel zum Oberbrandmeister befördert. Zur Ehrung kamen für fünf Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr: Alexander Gödde, Rene Krüger und Alexander Staruß; für 15 Jahre Mike Nievergol; für 35 Jahre Wolfgang Gerhards und für 40 Jahre Karl-Heinz Altdorf.

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