Ein Stadtwappen für die Jülicher Kinderfestung

Von: Daniela Mengel-Driefert
Letzte Aktualisierung:

Jülich. Nun ist die Kinderfestung komplett. Das Großspielgerät am Schlossplatz wird in Kürze mit dem Jülicher Stadtwappen komplementiert.

Margret Esser-Faber, Vorsitzende des Fördervereins und Motor im Einsatz für ein neues Großspielgerät auf dem zentralen Platz der Stadt, übergab das Wappen Bürgermeister Axel Fuchs und damit die Festung symbolisch in die Hände der Stadt. In die Hände der Kinder übergab der Förderverein die Festung schon im September.

Nachdem das alte Spielgerät aus Sicherheitsgründen abgebaut werden musste, hatte sich Margret Esser-Faber hartnäckig für einen Ersatz eingesetzt. Sie suchte und fand Mitstreiter, gründete einen Förderverein, der 40.000 Euro Spendengeldern zusammentrug. „Am Anfang war das gar nicht so einfach“, sagt Esser- Faber. „Als wir hörten, dass das Großgerät 40.000 Euro kostet, dachten wir, das schaffen wir nicht.“

Doch schnell unterstützten große und kleine Spenden das Vorhaben. Die Schirmherrschaft übernahm Landrat Wolfgang Spelthahn, der dem Förderverein nicht nur bei der Finanzierung zur Seite stand, sondern auch mit Ideen unterstützte. Wolfgang Spelthahn und Bürgermeister Axel Fuchs lobten das herausragende bürgerschaftliche Engagement der Fördervereinsmitglieder.

Einmalig im Kreisgebiet

Die Bürgergruppe ist ein persönliches finanzielles Risiko eingegangen, betonte Spelthahn. Für das Kreisgebiet sei das nahezu einmalig. Der Spielplatz verfügt jetzt wieder über ein Spielgerät für große Kinder, aber auch – und das ist ebenfalls neu – über einen Spiel-und Picknicktisch für Rollstuhlfahrer. Dem inklusiven Gedanken wird somit noch mehr Rechnung getragen und ergänzt das schon vorhandene Karussell für Rollstuhlfahrer.

Die Idee für den Tisch gehe auf einen Antrag der Jungen Union im Kreistag zurück, sagt Fördervereinsmitglied Marco Johnen. Alle Spielplätze sollen barrierefrei sein, so lautete die Forderung.

Inklusion fängt auf Spielplatz an

Inklusion sei nicht nur in der Schule umzusetzen, merkte Spelthahn an. Inklusion ist umfassender.

Die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben fange schon auf dem Spielplatz an. Der Schlossplatz eigne sich zudem in besonderer Art und Weise beispielgebend im Kreis zu sein. Er ist nah am Zentrum gelegen und habe noch viel Platz, Platz der zur Begegnung einlädt. Spelthahn spricht von der Möglichkeit den Spielplatz als Pilotprojekt auszuweiten.

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