Jülich - Ein Schuss kubanischer Funk gegen den November-Blues

Ein Schuss kubanischer Funk gegen den November-Blues

Von: Kr.
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Als wahrer Hexer am Schlagzeug entpuppte sich Markus „Marcito“ Ostfeld im Jülicher KuBa. Foto: Król

Jülich. Mit einer frischen Brise aus elegantem Latin-Jazz Klängen hatte der Jazzclub Jülich genau das richtige Rezept gegen den November-Blues. Zum Abschluss des jährlichen Konzertreigens präsentierte der Club das Markus „Marcito“ Ostfeld Trio, das im Jülicher Kulturbahnhof (KuBa) sein neues Programm vorstellte.

Ihre Musik bezeichnen die Musiker gerne als „Cuban Funk”. Es ist ein spannender Mix aus Eigenkompositionen sowie verblüffenden Neuinterpretationen von verschiedenen Jazzgrößen. Die Musik des Trios steht ganz im Zeichen der kubanischen Tradition, die sie mit modernen Funk-Einflüssen und einem guten Schuss Jazz zu einem eigenständigen Musikerlebnis verschmelzen. Aus der Kombination dieser drei Stilrichtungen entsteht der außergewöhnlichen Groove des Trios.

Auf Töpfen getrommelt

Voller Leidenschaft und mit Seele gehen Markus Ostfeld (Schlagzeug), Matthias Dymke am Piano und Andreas Daniel Rodeck am Bass ganz in ihrer Musik auf. Die drei Profis spielen in vielen weiteren Projekten zusammen, verstehen sich blind und ihre Vielseitigkeit kam in dem zweistündigen Konzert voll zum Tragen. Markus Ostfeld ist ein exzellenter Drummer, der die komplexen Rhythmen der Afro-Kubanischen Musik im Blut hat.

Kein Wunder, stammt er doch aus einer Musikerfamilie und hat schon als Kleinkind auf Töpfen und Pfannen getrommelt. Um das Kücheninventar seiner Eltern zu schonen, bekam er bereits zum dritten Geburtstag sein erstes Schlagzeug. Er besuchte das „Drummers Institute“ in Düsseldorf, außerdem studierte er in Havanna (Kuba), und gründet dort die Band „Marcito’s Banda Malecon. Auf der Bühne in Jülich ließen sie mit einer Lässigkeit, wie sie nur Vollprofis besitzen, ihr Können aufblitzen.

Sie zeigten keine Berührungsängste vor großen Namen und interpretierten große Standards wie der „Song For Bilbao“ von Pat Metheny oder „Caravan“ Juan Tizol und Duke Ellington auf ihre typische Art und legten ihnen einen modernen Mantel um. Jeder der Musiker hatte genügend musikalischen Freiraum, um zu improvisieren und bei ihren Interaktionen spielten sie ihre ganze Klasse aus.

Auch wenn dieses Konzert mehr Zuschauer verdient hätte, gefiel es Markus Ostfeld und seine Mitstreitern gut in der Herzogstadt. „Es schön hier in Jülich und macht viel Spaß. Wir würden gern wieder kommen“, meinte er während des Konzertes. Vor allem hob er gute Zusammenarbeit der Musiker mit dem Veranstalter hervor.

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