Ein Schandfleck weicht Bagger

Von: ptj
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Bürgermeister, Ortsvorsteher, Löschgruppenführer, Vertreter von fünf Ratsfraktionen und eine Vertreterin des Bistums Aachen versammeln sich am Josefshaus. Foto: Jagodzinska

Müntz. Ein großer Tag für Müntz. Die Abrissarbeiten des ehemaligen Altenheims St. Josef sollten beginnen. Leider war der Baggerführer nicht von der Grippewelle verschont geblieben. Da so schnell kein Ersatz für den Fahrer eines Großbaggers gefunden werden konnte, mussten die Abbrucharbeiten um wenige Tage verschoben werden.

Vor Ort hatten sich versammelt der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen, der Müntzer Ortsvorsteher Josef Goebbels, Löschgruppenführer Arno Weiss, Vertreter von fünf Titzer Fraktionen, die den mehrheitlichen Ratsbeschluss demonstrierten, und nicht zuletzt Edith Hein vom Bischöflichen Generalvikariat in Aachen, zuständig für Rückbauprojekte. Das Generalvikariat ist Eigentümer des „perspektivisch abgängigen“ Anwesens, wie der Bürgermeister es blumig umschrieb.

1996 waren die letzten Bewohner des Josefshauses ins Alten- und Pflegezentrum Heilige Familie nach Hasselsweiler umgezogen. Das Bistum wollte vor etwaigen Abbrucharbeiten zunächst die Nachfolgenutzung klarstellen, was sich von Aachen aus als recht schwierig erwies. „Wir arbeiten sehr gut mit der Gemeinde Titz zusammen und haben jetzt eine Lösung gefunden, die für alle Seiten ein Gewinn ist“, betonte Hein.

Abbruch in drei Wochen

Dreiviertel der Fläche vermarktet die Gemeinde Titz als Bauland für Wohnbebauungen für Zuzugswillige. Dabei handelt es sich um die „unteren 2250 Quadratmeter zum Kindergarten hin“, so Frantzen. Dafür bekommen wir „eine Art Provision“. Zudem wird die Feuerwehr an den Standort Josefshaus verlagert, sie nutzt die restlichen 750 der 3000 Quadratmeter.

„Der Neubau der Feuerwehrgarage hier ist preiswerter als der Umbau der völlig maroden alten Volksschule, der zweiten Stelle mit städtebaulichem Missstand in Müntz“, so Frantzen.

Nach dem Abriss der alten Schule soll dort ein attraktiver Vorplatz für die Bürgerhalle entstehen. Alexander Fischer, Bauleiter der Firma Rhiem & Sohn, schätzt die Dauer der groben Abrissarbeiten mit dem Teleskopbagger Zaxis 350 LC nach dem Abbaukonzept eines Statikers auf drei Wochen. Weitere zwei bis drei Wochen werden in sensiblen nachbearbeitenden Handabbruch investiert.

In Anbetracht der schützenswerten angrenzenden Wohnbebauung komme etwa ein Schutzvorhang aus Gummimatten zum Einsatz, der von einem Autokran gehalten wird. Frantzen freute sich besonders über die Entwicklung. Ihm hatte schon 2008, damals noch als Beigeordnetem der Gemeinde, die Nachfolgenutzung der beiden Müntzer Stellen in städtebaulich miserablem Zustand sehr am Herzen gelegen.

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