Jülich - Ein Reptilienwagen ist die neue Attraktion im Brückenkopf-Zoo

Ein Reptilienwagen ist die neue Attraktion im Brückenkopf-Zoo

Von: ptj
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Außenansicht des Reptilienwagen: Zur Eröffnung sprechen (v.l.) Eva Behrens-Hommel, Vorsitzende des Brückenkopf-Vereins, Park-Geschäftsführer Hajo Bülles, die Tierpfleger Jonathan Keck und Markus Schiffer und Zooleiter Henry Fischer. Foto: Jagodzinska
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Tierpfleger Jonathan Keck präsentiert interessierten Besuchern die Ausstattung des Reptilienwagens. Foto: Jagodzinska

Jülich. Bei tropischen Temperaturen eröffnete Parkgeschäftsführer Hajo Bülles offiziell die neueste Attraktion im Zoo des Brückenkopf-Parks: Der Reptilienwagen hat nahe des Ponygeheges seinen Platz gefunden.

„Mit etwas List und viel Verhandlungsgeschick“ sei es gelungen, das Kleinod in den Zoo zu bekommen, dessen Gelingen vor einiger Zeit noch viele bezweifelten. „Alle Normen sind eingehalten worden“, in manchen Bereichen seien diese sogar überboten worden, betonte Bülles.

„Richtig stolz und dankbar“ zeigte sich auch Eva Behrens-Hommel als Vorsitzende des Brückenkopf-Vereins Jülich, der bei der Finanzierung von rund 10.000 Euro eine wichtige Rolle spielte. Trotz Sparmaßnahmen stemmten die Macher des Brückenkopf-Zoos die Anschaffung des „Schmuckstücks auf Rädern“ in Eigenleistung.

Tierpaten erhalten Dauerkarte

Behrens-Hommel ist zurzeit mit der Erstellung der „Patenliste“ für die exotischen Tiere beschäftigt, die nächste Woche im Netz zu finden sein wird. Im Jahresbeitrag der Tierpaten ist die Dauerkarte für den Brückenkopf-Park enthalten, wie die Vorsitzende betonte.

Viele Worte des Dankes gebührten den Tierpflegern Markus Schiffer und Jonathan Keck, die unzählige Stunden ihrer Freizeit in den Reptilienwagen investiert haben. Als „Organisationtalent“ wurde Zooleiter Henry Fischer gewürdigt. In einer Hau-Ruck-Aktion hatte Park-Mitarbeiterin Manuela Horrig für eine erste Plakatierung des grünen Wagens gesorgt.

Nach Herkunftsgebieten

Die Reptilien und Spinnen gliederte Jonathan Keck in die Herkunftsgebiete Tropen, Felsenregion und Wüste auf. Die Schlangen ernähren sich von kleinen Säugetieren, alle anderen Kriech- und Krabbeltiere von Insekten, manche mögen Obst als Zusatznahrung. Im einzelnen handelt es sich um die Grüne Wasseragame aus Südostasien, den Baumsteigerfrosch aus Mittel- und Südamerika, die Rotknie-Vogelspinne aus Mexiko, die Kettennatter aus den USA und Mexiko, den Stachelleguan aus Mittel- und Nordamerika, das Jemenchamäleon von der Arabischen Halbinsel, den Rotkehlanolis aus dem Südosten der USA, den Kongo-Rosenkäfer aus Zentral- und Westafrika, die Strumpfbandnatter aus Kanada, den USA und Mittelamerika, Kragenechse und Blauzungensink aus Australien sowie den Kaiserskorpion aus Zen-tral- und Westafrika.

Bei der Pflege zu berücksichtigen sind die Anpassung der Temperaturen in den Terrarien an die Bedürfnisse der jeweiligen Reptilien und Spinnen. Im Tropenterrarium brennt zum Beispiel eine 50-Watt-Glühlampe, ein- bis zweimal wöchentlich wird zusätzlich Wasser gespritzt. Mittags herrscht hier eine Temperatur von 30 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 Prozent – ähnlich wie im gesamten Reptilienwagen am Tag der Eröffnung. Nun gilt es, die Neuankömmlinge zu beobachten und eventuell ihre Ruheplätze zu verlegen.

„Wir üben momentan, die Vogelspinne den Leuten auch mal auf die Hand zu setzen“, sagte Zooleiter Fischer. Würde man das überstürzt ohne wirkliche Annäherung tun, riskierte man nach Bekunden von Jonathan Keck ihren Biss, der zwar von der Stärke her einem Wespenstich entspricht, aber durch die großen Giftklauen ungleich schmerzhafter und langwieriger ist.

Känguruhs sollen noch folgen

Nach Erdmännchen-Gehege und Reptilienwagen steht im nächsten Jahr die Ankunft von Känguruhs auf dem Programm. „Wir sind ihnen jetzt einen ganzen Schritt näher gekommen“, zeigte sich Leiter Henry Fischer zuversichtlich, dass auch dieser Plan aufgeht.

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