Jülich - Ein Remis, mit dem der TTC Indeland leben kann

Ein Remis, mit dem der TTC Indeland leben kann

Von: Von Jörg Sauer
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Yoshihiro Ozawa hatte beim 5:5 gegen Fürstenfeldbruck Nerven wie Drahtseile. Im fünften Satz wehrte er fünf Matchbälle ab und gewann am Ende sein Spiel. Foto: Kròl

Jülich. Eigentlich wollte der TTC Indeland Jülich mit dem dritten Saisonsieg am Sonntag gegen den TuS Fürstenfeldbruck endlich den Sprung in die obere Etage der 2. Tischtennis-Bundesliga schaffen, dennoch sind nach der gerechten Punkteteilung die Gemüter beim TTC Indeland sanft gestimmt.

Viele positive Attribute mildern die Tatsache, dass der TTC das Match gegen die Gäste aus Bayern nicht gewonnen hat. Denn trotz der Punkteteilung beträgt der Rückstand auf den Ligaprimus Passau nur magere zwei Punkte.

Ebenso war das 5:5 das Ergebnis einer absolut geschlossenen und kämpferisch starken Mannschaftsleistung. Die neue Doppellösung der Indeländern scheint zudem zu funktionieren. Das neue, starke Gespann Lauric Jean und Yoshihiro Ozawa harmonierte wunderbar und schlug am Sonntag Obeslo/Cipin mit 3:0.

Auch das zweite Doppel Mühlbach/Oostwouder agierte phasenweise stark und hielt die Partie über fünf Sätze gegen Schreiner/Crepulja offen.

TTC-Manager Arnold Beginn meinte: „Es war gut und richtig, dass wir die Doppel umgestellt haben. Wir haben mit dieser Aufstellung eine deutlich größere Chance mindestens ein Doppel zu gewinnen, und das ist in dieser ausgeglichenen Liga enorm wichtig.“

Der einzige Jülicher, der etwas hinter seinen, zugegeben hohen, Erwartungen zurückblieb, war Hermann Mühlbach. In seinem ersten Einzel biss er sich mit Glück hauchdünn gegen Filip Cipin durch. In seinem zweiten Einzel gegen Crepulja, in dem er mindestens ebenso deutlich favorisiert war, verließen ihn die Kräfte, und Mühlbach musste mit 2:11 geschlagen nach vier Sätzen die Box verlassen.

„Ich habe die letzten Spiele gegen ihn immer gut gespielt und auch gewonnen. Normalerweise muss ich dieses Spiel nach Hause bringen, aber diesmal war mit Sicherheit noch viel Raum nach oben“, erzählte Mühlbach.

Zwei kritische Situation meisterten die Indeländer mit Kampf und Zielstrebigkeit. Zunächst stand der TTC beim zweiten Einzel von Yoshihiro Ozawa am Hang zur Niederlage: Der junge Deutsche Florian Schreiner hatte gegen Jülichs Japaner im fünften Satz beim Stand von 5:10 fünf Matchbälle zur 5:3-Führung der Gäste. Doch Ozawa punktete mit Herz und Verstand siebenmal in Folge und glich zum wichtigen 4:4 aus.

Teamerfolg

Auch Ewout Oostwouder, der schließlich das 5:5 über die Ziellinie brachte, bangte um seinen Sieg im finalen Spiel des Abends. Sein Gegner Cipin hatte im dritten Durchgang zwei Satzbälle zur 2:1-Führung. Doch der Niederländer blieb kühl und sicherte seinem TTC den Punkt zum 5:5.

„Mich freut es ganz besonders, dass alle Spieler aus meinem Team gepunktet haben und somit zum Erfolg der Mannschaft ihren Beitrag geleistet haben. Ich bin mit meiner Leistung auch zufrieden, obwohl ich noch nicht topfit bin. Wir haben in dieser engen Liga immer noch alle Chancen ganz nach oben zu kommen, aber auch der Klassenerhalt ist längst nicht gesichert“, analysierte Oostwouder.

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