Ein Rekord in der ersten Lebensminute

Von: Nicola Gottfroh
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Joyce-Talia hatte es eilig auf die Welt zu kommen: Die Geschichte ihrer Geburt im heimischen Wohnzimmer wird Mutter Jaqueline Geweniger ihrer jüngsten Tochter eines Tages erzählen. Foto: Nicola Gottfroh

Rurdorf. Friedlich liegt die kleine Joyce-Talia in ihrer Wiege. Durch kein Geräusch lässt sie sich aus der Ruhe bringen. Geduldig wartet sie darauf, dass ihre Mama sie aus der Wiege hebt und füttert.

„Die Kleine hat die Ruhe weg”, scherzt ihre Mutter, Jaqueline Geweniger, 29. Doch das Gemüt der vier Wochen jungen Erdenbürgerin zeichnete sich nicht immer durch Geduld und Gelassenheit aus. Davon zeugen die Umstände ihrer Geburt: Als das Mädchen das Licht der Welt erblickte, hatte sie es besonders eilig.

„Ich war seit fast einer Woche ausgezählt. Wir haben gewartet und gewartet, dass sie endlich kommt”, erinnert sich Geweniger, „aber bis dahin hat sie sich jede Menge Zeit gelassen.”

Schon einige Tage lang hatte Jaqueline Geweniger leichte Wehen. „Doch jedes Mal wenn wir dachten, es wäre soweit und ins Krankenhaus fuhren, war es nur ein Fehlalarm. Am Tag von Joyces Geburt habe ich aber schon beim Aufstehen gemerkt, dass mit mir etwas nicht stimmt”, erinnert sich die inzwischen geburtenerprobte Mama von vier Töchtern.

Als sie ihren Töchtern Sarina-Marie (8) und Viktoria-Marina (10) im Badezimmer die langen blonden Haare zu Zöpfen flocht, habe sie plötzlich bemerkt, dass sie kaum noch stehen und laufen konnte. „Ich wollte so schnell wie möglich mit meinem Mann ins Krankenhaus fahren, sobald die ältesten Mädchen in der Schule waren. Meine Tasche war ohnehin gepackt und meine Mutter hatte ich schon angerufen, damit sie sich um meine einjährige Tochter Gina-Lisa kümmert.”

Aus dem Plan ins Krankenhaus zu fahren wurde nichts - das Baby wurde in den eigenen vier Wänden geboren. Es war die erste Hausgeburt in Linnich seit 16 Jahren.
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