Jülich - Ein Paradies für Fotofreunde bei Wanderung des Jülicher Eifelvereins

Ein Paradies für Fotofreunde bei Wanderung des Jülicher Eifelvereins

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Nicht alltäglich: Teufelstisch heißt diese Gesteinsformation im Pfälzer Wald, die die Wanderfreunde die Fotokameras zücken ließ. Foto: Lang

Jülich. Die Wanderwoche der Ortsgruppe Jülich des Eifelvereins führte dieses Jahr in die Pfalz. Als Standort wurde die Gemeinde Eppenbrunn im Landkreis Südwestpfalz gewählt. Hervorragende gastronomische Bedingungen fand die 15 Mitglieder starke Wandergruppe im Hotel Kupper, das kleine Probleme unkonventionell und mit typisch Pfälzer Charme und Mundart löste.

Die Anfahrt nach Eppenbrunn begann am frühen Sonntagmorgen, deshalb blieb nach Ankunft und Zimmerbelegung noch ausreichend Zeit für eine 8,5 Kilometer lange Wanderung auf den Altschlossfelsen. Bei herrlichem Sonnenwetter ging es gleich bergauf und nach einer Stunde erreichten wir die Altschlossfelsen.

Von Schloss war keine Spur, aber die pittoresken Felsformationen aus Buntsandstein zogen sich lang, ein wahres Paradies für Fotofreunde. Im weiteren Verlauf berührte die Gruppe die französische Grenze und durchwanderte ein Naturschutzgebiet, mit Hinweisschildern in deutscher und französischer Sprache. Auf der Außengastronomie des Hotels Kupper klang dann der Tag aus.

Der nächste Tag versprach schlechtes Wetter, daher wurde die Münchweiler Höhentour gewählt, bei der man von vielen Punkten zurück nach Münchweiler wandern konnte, wenn das Wetter gar zu ungemütlich wurde. Höhentour bedeutete 2 Kilometer Anstieg mit ca. 10 Steigung, dann war es zunächst geschafft und der lichte Buchenwald begleitete die Wanderer den ganzen Tag. Das Wanderwetter war gut und es wurden 16,5 Kilometer erwandert, die ganze Tour. An einem Teich waren sogar recht zutrauliche Bisamratten zu sehen.

Am Dienstag fuhr die Gruppe zum Biosphärenhaus in Fischbach, um dort zur Wasgauer Seentour zu starten. Diese ist im Original 21 Kilometer lang, deshalb wurden einige Abkürzungen gewählt. Die Jülicher Wanderer kamen – bei einer Seentour nicht unüblich – an etlichen Weihern vorbei. Die Aufstiege waren moderat, sieht man vom Aufstieg zum Lindelsfelsen ab, den auch etliche Wanderer umgingen.

Mittagsrast war natürlich an einem See, und dann ging es weiter zum Biosphärenhaus, einem hochinteressanten vierstöckigen Gebäude mit Dachgastronomie. Daneben gab es aber auch einen Baumwipfelpfad, der von drei Mitwanderern erkundet wurde.

Dom zu Speyer besichtigt

Der Mittwoch brachte Kultur. Die Gruppe trennte sich, eine kleine Gruppe fuhr ins Elsaß zum Hartmannsteiner Kopf, einer umkämpften Anhöhe aus dem 1. Weltkrieg. Dort ist ein renommiertes Museum entstanden. Die Frauen der am Weltkrieg interessierten Männer absolvierten eine Stadtführung durch Colmar.

Der größere Teil fuhr nach Speyer und besichtigte den Kaiserdom und die Altstadt, bevor man in die renommierten Weindörfer Maikammer und Sankt Martin weiterfuhr. Die Weindörfer der Pfalz liegen nicht wie am Mittelrhein direkt am Strom, sondern am Fuß des Pfälzer Waldes.

So viel Müßiggang wird bestraft. Nach dem eher faulen Kulturtag folgte nun mit dem Dahner Felsenpfad ein echter Kracher. Wie der Name schon sagt, in Dahn beginnend, ging es gleich steil bergauf, auf schmalen Pfad, und genauso schnell auch wieder herunter.

Dieser Dahner Felsenpfad ist ein Premium-Wanderweg, wie es ca. zehn im Pfälzer Wald gibt. Ausblicke und Panoramen waren sagenhaft und die Mittagseinkehr in der Dahner Hütte des Pfälzer Wald-Vereins brachte die Lebensgeister wieder in Schwung. Wie der Namen schon sagt, Felsenpfad, von denen gab es unzählige in allen möglichen Farben, Gruppen und Formationen. 13 Kilometer können ganz schön lang werden.

Nach diesem anstrengenden Wandertag war Erholung angesagt, der Rothensteig mit 10 Kilometern Länge und 160 Höhenmetern. Durch dichten Buchenwald ging es aufwärts auf den Rothensteig mit einem sagenhaften Panorama, dann an Felsen vorbei wieder bergab. Es war noch früh, deshalb wurde das bekannteste Naturdenkmal des Pfälzer Waldes besucht, der Teufelstisch bei Hinterweidenthal besucht.

Ein wahrhaft beeindruckendes Monument, bei dem drei doch eher filigrane Stützen den „Tisch“ mit einem Gewicht von 290 Tonnen halten. Aber für diesen Tag war es noch nicht genug Kultur, es ging noch zur Burgruine Altdahn, einer 200 Meter langen Ruine aus der Stauferzeit.

Den Abschluss der Wanderwoche bildete wieder ein Premium-Wanderweg – der Hauensteiner Schusterpfad. Der 16 Kilometer lange Rundweg startete am Hauensteiner Bahnhof, gleich knackig und kräftig rund 150 Meter hoch, dann genauso knackig wieder herunter. An blühenden Streuobstwiesen vorbei ging es anschließend auf einem langen Anstieg durch Buchenwald. Danach ging es moderat weiter bis zur Hütte „Dicke Eiche“ des Pfälzer Wald Vereins. Auf einem angenehmen Rückmarsch klang die Wanderwoche aus.

Die Mitglieder des Eifelvereins freuten sich, eine hochinteressante Ecke Deutschlands ausgiebig kennengelernt und die Pfälzer Gastlichkeit und die Pfälzer Mundart genossen zu haben. Der Dank geht an Wanderführer Wolfgang Lang, der teilweise bei winterlichen Verhältnissen unsere Wanderwege begangen und beschrieben hat.

 

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