Ein Minister zu Gast im Aldenhovener Rathaus

Von: gre
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Dr. Raschid Bin Fahad trug sich zum Abschluss seiner Aldenhoven-Visite in das Gästebuch der Gemeinde ein. Foto: Greven

Aldenhoven. Hochstimmung herrschte am Samstag im Aldenhovener Rathaus. Man hatte einen Minister zu Gast. Nicht irgendeinen, sondern der Minister für Umwelt und Wasserwirtschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Dr. Raschid Bin Fahad, war in Aldenhoven angetreten mit einer starken Delegation.

„Welcome to Germany, welcome in Aldenhoven“. So begrüßte Bürgermeister Ralf Claßen die Gäste. In englischer Sprache ging es auch im Ratshaussaal weiter. Claßen, der voraussetzte, dass alle Anwesenden, darunter die Ratsmitglieder und die Gäste des Bergmännischen Traditionsvereins, die wesentlichen Teile seiner umfangreichen Ansprache verstehen würden, hatte deshalb auf eine Übersetzung verzichtet, zumal der Aufenthalt der Gäste nur auf eine kurze Zeit begrenzt war und sie nach einer Stunde zum Braunkohle-Kraftwerk Weisweiler weiter reisten.

Claßen blätterte weit zurück in Aldenhovens Vergangenheit bis hin zu den kriegerischen Ereignissen, bei denen Aldenhoven betroffen war – von 1793 bis 1945. Für die Gäste war die jüngste Vergangenheit von mehr Interesse, nämlich die kurze Zeit des Steinkohlenbergbaus bis zur Schließung der Zeche „Emil Mayrisch“, die Phase des Braunkohlentagebaues vor der Haustür und die Zeit danach. Claßen schilderte die Bemühungen der Gemeinde um die Ansiedlung neuer Betriebe und Einrichtungen besonders auf dem ehemaligen Zechengelände, die Entwicklung der Autoteststrecke bis hin zu Galileo, des im Aufbau befindlichen europäischen globalen Satellitennavigations-Systems im Campus Aldenhoven.

Das Interesse der Gäste lag darin begründet, dass die Vereinigten Arabischen Emirate, deren Erdgasvorkommen endlich sind, für die künftige Energiegewinnung auf die Steinkohle setzen wollen, obwohl diese zur Gänze importiert werden müsste. Dr. Raschid als Umweltminister favorisiert dagegen erneuerbare Energien. Deshalb sein Besuch in Aldenhoven, dessen Bevölkerung alle Phasen dieses Bergbaues und deren Folgen erlebt hat. Nach dem Austausch der Gastgeschenke überreichte Franz Fiedler den Gästen Bücher über die Geschichte des Aachener Bergbaus, zu dem bis zum schleichenden Ende im Jahre 1992 insgesamt 17 Zechen mit über 100.000 Beschäftigten gehört haben.

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