Aldenhoven - Ein Jahr in den USA: Aldenhovener Schülerin zu Gast

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Ein Jahr in den USA: Aldenhovener Schülerin zu Gast

Von: Daniela Mengel-Driefert
Letzte Aktualisierung:

Aldenhoven. Sophie Schreiber hat eine Pro und Kontra Liste erstellt. Was spricht für ein Austausch-Jahr in den USA, was dagegen? Nachdem sie im Internet recherchiert – eigenständig – und Anbieter für die Organisation eines Auslandsjahres gesucht hatte, war für Sophie klar, sie will in die USA. Und ihre Eltern? Die konnten bei soviel Eigeninitiative wenig entgegensetzen –wenn sie es überhaupt gewollt hätten.

Kurzum: Sophie setzte sich durch. Sie war für ein Jahr in Michigan, hat eine tolle Zeit erlebt.

Von einem Schüleraustausch träumte Sophie schon lange. Als sie acht Jahre alt war, kehrte eine Nachbarin von einem Auslandsjahr zurück. Die Erzählungen über die Reise beeindruckten das Mädchen nachhaltig. Irgendwann kam das Thema im Englischunterricht auf. Sophie ist Schülerin am Gymnasium Zitadelle.

Sie sah ihre Zeit gekommen, entschied sich für die gemeinnützige Austauschorganisation Youth For Understanding (YFU). Die Bewerbung lief gut, Sophie wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen und landete schließlich in Michigan, dem Staat der großen Seen. Eine Gastfamilie nahm die Schülerin aus Deutschland herzlich auf.

Kinder gab es keine, dafür zwei Hunde. Die Gastmutter arbeitete in der Schulbücherei der Schule, die auch Sophie besuchte.

Der Unterricht war etwas anders als in Deutschland, gefiel ihr aber sehr gut. So wurden die Schüler intensiv ein Quartal in denselben Unterrichtsfächern unterrichtet. „Ich persönlich habe so besser gelernt, weil ich meist Doppelstunden hatte“, sagt Sophie.

Am Anfang sei es schwierig gewesen, dem Unterricht in englischer Sprache zu folgen. Zum Schluss habe das gut geklappt. Sophie machte es auch nichts aus, morgens um fünf den Tag mit dem „morning practice“ zu beginnen. So nannte sich das Schwimmtraining, das im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft stattfand. Es startete in aller Frühe mit dem Krafttraining. Warum macht man das? Es sei eine gute Gelegenheit mit den anderen Schülern in Kontakt zu kommen, Freundschaften zu knüpfen, sagt sie.

Engagement hinterher

Sophie ist im Winter Ski gefahren, besuchte Chicago und schwärmt von einem Schulball, der in den USA Tradition hat. Heimweh hatte sie wenig. „Ich hatte ja immer was zu tun“. Die Zeit verging sehr schnell, ruck zuck war ein Jahr um. Heute schreibt sie über WhatsApp und Facebook mit ihren neu gewonnen Freunden und Gasteltern. Ein Besuch ist schon geplant. Im Sommer fährt sie wieder hin.

Sophies Begeisterung hält an, deshalb engagiert sie sich jetzt für die Austauschorganisation YFU, sucht derzeit zehn Gastfamilien in Jülich und Umgebung. Austauschschüler aus Thailand werden in der Zeit vom 14. August bis zum 5. September für einen Orientierungs- und Sprachkurs nach Jülich kommen. Die Schülerin übernimmt die Organisation, Sprach- und Orientierungslehrer unterstützen sie.

Eltern und Schüler, die sich für diesen Austausch interessieren, wenden sich an Sophie Schreiber, Telefon 02464/585872 oder E-Mail: sophie.schreiber@gmx.de.

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