Ein Hit - das stubenreine Minischwein Pauline

Von: ptj
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Schmeckts? Schweinchen Paulin
Schmeckts? Schweinchen Pauline und die Kinder freuen sich über die Fütterung im Rödinger Kindergarten St. Kornelius. Foto: Jagodzinska

Rödingen. Sie ist neun Monate alt, wiegt 44 Kilo und heißt Pauline. Mädchen und Jungen aus dem Rödinger Kindergarten St. Kornelius beschreiben ihre vierbeinige Besucherin so: „Sie ist hübsch, sie sabbert und fühlt sich pieksig an”.

Die Rede ist von einem zahmen Göttinger Minischwein ohne Ringelschwanz, rosafarben mit schwarzen Flecken, mit Chip und rosa Halsband. Mit Jack-Russell-Terrier „Princess” ist es in der Titzer Familie Lammerz zu Hause.

Wie gelangt man zu einem Minischwein? Angelika Ehlke-Lammerz lacht: „Meine Kinder haben es mir Heiligabend geschenkt”, auf ihren mehrfach geäußerten Wunsch hin. Die 19-jährige Tochter Alessa Lammerz hatte das Tier mit ihrer Schwester in einer Zeitungsanzeige erspäht. Ein Erlebnisbauernhof verkaufte junge Minischweine zum Preis von 50 Euro.

Haben Sie Ihr Geschenk jemals bereut? „Nie”, beteuern Mutter und Tochter. Obwohl das stubenreine Hausschwein - es benutzte ein XXL-Katzenklo - auf Wunsch des Vermieters inzwischen in den Garten zwei Straßen weiter umziehen musste. Weil es aber Heimweh hat, steht Ehlke Lammerz „nachts mehrfach auf, um nachzusehen”. Wegen der geliebten Pauline sucht die Familie nun dringend „ein Haus mit Garten im Raum Titz”.

Keinerlei Schwierigkeiten gibt es hingegen in Kindergärten, Behinderteneinrichtungen oder Hospizen, die Angelika Ehlke-Lammerz ehrenamtlich mit Pauline und Princess besucht. Im Gegenteil: Kinder, Senioren oder Kranke leben förmlich auf, wenn sie Pauline füttern und streicheln dürfen.

Was und wann frisst sie? „Morgens, mittags und abends Brötchen, Zwieback und Obst, ihr Hauptnahrungsmittel ist Zwieback”. Davon hat Paulines Frauchen eine Riesentüte im Gepäck: Die Kindergartenkinder dürfen das Minischwein aus der Hand füttern. Dichtes Gedränge herrscht um das Tier. „Paulinchen bestimmt das Programm”, betont Frauchen. „Ich hab noch nicht”, dieser Ruf ist oft zu hören. Als der ärgste Hunger Paulinchens und die größte Neugier der Kinder gestillt ist, kehrt wieder Gelassenheit ein im Außengelände des Kindergartens. Einige Kinder sind nicht vom Schwein loszureißen, andere haben sich wieder ihren Spielgeräten zugewandt.

In Zukunft will Ehlke-Lammerz auch auf Kindergeburtstagen den schweinischen Besuch anbieten. Hier soll allerdings ein kleiner Obolus entrichtet werden, um Futter und Spritkosten zu decken.
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