Ein großer Schritt in Richtung Titelgewinn

Von: Jörg Sauer
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Mit 9:4 fegten die Spieler des TTC Indeland Jülich Hertha BSC Berlin von der Platte. Foto: Król

Jülich. Der TTC Indeland Jülich hat am Sonntag einen riesengroßen Schritt gen Wiederaufstieg in die Tischtennis-Bundesliga absolviert. Der Tabellenführer der zweiten Liga untermauerte mit einem beeindruckenden 9:4-Heimsieg über Hertha BSC Berlin seine Ambitionen die Saison als Primus abzuschließen.

„Das war ein perfektes Wochenende! Jetzt kann ich endlich die Lizenz für die erste Liga beantragen”, freute sich TTC-Manager Arnold Beginn. Der Ausdruck „perfektes Wochenende” bezog Beginn nicht nur auf die fulminante Leistung seines Teams, sondern auch auf das Scheitern von Jülichs Mitbewerbern Siek und Hagen.

Die rund 350 Zuschauer in Nordhalle erlebten am Sonntag ein spannendes und hart umkämpftes Match und sahen verdiente Sieger.

Zeitreise in die 80er Jahre

Manch einem kam es fast wie eine Zeitreise in die 1980er vor, denn die „alte Dame” Hertha ist die reifste Mannschaft der gesamten Liga. Und Herthas alte Herren lehrten die jungen Indeländer zeitweise das Fürchten. Herauszustellen ist die Leistung des 6-fachen Deutschen Einzelmeisters Georg Böhm: Als er 1982 zum ersten Mal diesen Titel gewann, war an die Geburt seiner Widersacher Lauric Jean und Christian Strack noch lange nicht zu denken.

Am Sonntag schlug der fast 50-jährige Routinier beide Jülicher. Jean analysierte: „Ich habe gegen ihn einfach kein Mittel gefunden. Er hat sehr platziert gespielt und meine Bälle sehr früh angenommen. Das ist für mich sehr ungewohnt. In Belgien gibt es keinen Spieler, der auf diesem Niveau mit dieser veralteten Technik spielt.” Doch die glanzvolle Leistung von Böhm reichte nicht aus, um Indeland zu gefährden.

Der ebenfalls fast 50-jährige Miroslav Bindatsch punktete im Hinspiel gegen Jülichs Spitzenspieler doppelt. Nun ließ der Tscheche, trotz ansprechender Leistung, Federn. Der super aufgelegte Ricardo Walther und der grippegeschwächte Filip Szymanski schlugen zurück. „Ich war im Hinspiel etwas nervös, weil es mein erstes Spiel für den TTC war. Diesmal war ich deutlich besser drauf und habe meine Taktik perfekt umgesetzt”, erzählte Walther.

Wichtig für die Indeländer war auch, dass sie nach den Doppeln mit 2:1 in Führung lagen und so ein wenig selbstbewusster in die Einzel schreiten konnten. Denn bis zum 4:3 war die Partie enorm spannend und extrem hart umkämpft. Erst Daniel Halcours überzeugender Sieg über Sven Kath und Axel Fischers knappes 3:2 über den Ersatzspieler Gözübüyük ließen die Würfel zu Gunsten der Herzogstädter fallen.

TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig: „Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Wir haben aufgrund einer absolut geschlossenen Mannschaftsleistung verdient gewonnen. Das war ein großer Schritt in Richtung Titelgewinn.”
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