Ein Gottesdienst mit weinendem Auge

Von: jago
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Abschiedsgottesdienst am zweiten Weihnachtstag: Nach drei intensiven Jahren zelebrierte Pastor Daniel Wenzel zum letzten Mal im Bereich der Gemeinschaft der Gemeinden Jülich. Konzelebranten in der Pfarrkirche St. Hubertus Welldorf waren Pastor Konrad Keutmann und Diakon Arnold Hecker. Foto: Jagodzinska

Welldorf. Die Botschaften waren kurz und prägnant: „Wir sagen unserem Hirten Dank” und „Wir lassen Dich nur ungerne gehen”, diese Worte gaben die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte der Jülicher katholischen Gemeinschaft der Gemeinden auch im Namen aller übrigen Pfarrmitglieder ihrem scheidenden Pastor Daniel Wenzel mit auf den Weg zu seiner neuen Bestimmung.

Zwar war er nur etwa drei Jahre als Seelsorger innerhalb des Pfarrverbunds und überwiegend in der Innenstadt, Mersch, Welldorf und Güsten tätig, aber es waren drei von einem intensiven Miteinander geprägte Jahre.

Am zweiten Weihnachtstag zelebrierte der beliebte Pastor in Konzelebration mit Pastor Konrad Keutmann und Diakon Arnold Hecker in der Pfarrkirche St. Hubertus Welldorf zum letzten Mal die Heilige Messe im gewohnten Umfeld. Zur feierlichen Gestaltung des Abschiedsgottesdienstes trug die musikalische Begleitung der Jülicher Musikgruppe Akzente und die Teilnahme zahlreicher Messdienerinnen und Messdiener wesentlich bei.

Der letzte Gottesdienst

„Es ist ein komisches Gefühl, hier den letzten Gottesdienst zu feiern”, sagte Pastor Wenzel zu Beginn und ließ erkennen, dass ihm der Abschied nicht leicht fällt. Den Blick nach vorne gerichtet hob er aber in Verbindung mit dem an diesem Tag begangenen „Fest der Heiligen Familie” das Positive hervor: „Ich schaue gerne auf diese große Pfarrfamilie, in die wir Gedanken und Überlegungen aus unseren eigenen Familien übertragen können. So haben wir ein gutes Stück gemeinsame Wegstrecke zurückgelegt”.

Als sein besonderes Anliegen schilderte er Leben und Tod des Heiligen Stephanus, dessen Bekenntnis ebenfalls am zweiten Weihnachtstag gedacht wird. Der erste katholische Märtyrer wurde seiner festen Glaubensüberzeugung wegen gesteinigt. Davon ausgehend ermutigte Pastor Wenzel: „Steine, die uns in den Weg gelegt werden, können wir gemeinsam aufheben, um etwas Neues daraus zu bauen.” Im Anschluss an den Gottesdienst traf sich die Gemeinde im Pfarrheim, um ihrem scheidenden Pastor, der darum gebeten hatte, man möge auf große Reden verzichten, die besten Wünsche zu übermitteln und ihm Gottes Segen für seine neue Tätigkeit in Gangelt zu wünschen.
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