Ein Gottesdiener mit Bodenhaftung

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Pastor Josef Wolff in der Mitte mit dem Vorsitzenden Wolfgang Gunia (links) und Stellvertreter Peter Schmitz. Foto: Rolf Berns

Jülich. Fast 50 Besucher drängten sich im Jülicher Café Mainz, um Pfarrer und Propst Josef Wolff zu hören. Und er enttäuschte die Zuhörer nicht, fand schnell Zugang zu ihnen mit seiner humorvollen und anschaulichen Art des Vortrages.

Die Anredefrage – Wolfgang Gunia, Vorsitzender der veranstaltenden Senioren Union hatte da ein Problem – wurde schnell geklärt: Am liebsten werde er mit „Pfarrer“ oder „Pastor“ angesprochen, sein Propst-Titel hänge an seiner Verantwortung für die Jülicher Kirche St. Maria Himmelfahrt, die seit 1936 den Titel Propsteikircche (Lateinisch: Ecclesia praeposita) führt.

Die Zuhörer erfuhren auch eine Menge über seine Person: Aufgewachsen in Dürwiß, sei er ein Kind der Region, liebe seine Heimat und spreche auch Platt. „Mein Herz schlägt auch für die Geschichte der Region.“ In der Politik bei der Jungen Union war er aktiv, habe später dann gemerkt, dass man auch über die Kirche die Gesellschaft mitgestalten kann. Regelmäßige Weiterbildung ist ihm wichtig, auch Exerzitien, um auch mal abzuschalten und über sich selbst nachzudenken.

Privat treibe er gerne Sport, dazu gehören Motorradfahren, Radfahren und Schwimmen. Auch Interesse an Technik habe er und experimentiere gerne an seinem Computer. Ein Brevier habe er auf dem Smartphone.

„Ich tue meine Arbeit gern, will für die mir anvertrauten Menschen ein guter Seelsorger sein, auch für die Mitarbeiter.“ Passend lautet sein Lieblingskirchenlied „Alles meinem Gott zu Ehre“.

Exemplarisch für die aktuellsten Baustellen nannte er die Erstkommunionsvorbereitung, die sich den Bedürfnissen der Kinder anpasst, eine „Jugendkirche“, wie sie in der Salesgemeinde bereits wächst. . Die Jugend müsse in der Kirche Räumlichkeiten vorfinden, in denen sie sich wohl fühlt, die zu ihnen passen. Die dritte Baustelle sind für ihn die Finanzen . Für neue Aufgaben sei zu wenig Geld da, für den Erhalt des Bestehenden, insbesondere der Gebäude der Kirchen werde viel Geld ausgegeben und sei auch viel nötig.

So verschlinge die alle 10 Jahre fällige Sanierung einer Orgel locker 100.000 Euro. Hier sieht er die Kirche in einer ähnlich schwierigen Lage wie die Stadt bei ihren Bürgerhallen. Die Menschen erwarten attraktive Kirche, um alle zu sanieren reiche aber das Geld nicht. Es fehle auch an Personal, so dass, was von einzelnen Zuhörern beklagt wurde, die seelsorgerische Einzelbetreuung nicht in gewünschtem Maße angeboten werden könne.Wenn die Zahl der Kirchenmitglieder jährlich um etwa ein Prozent schrumpft, hat das natürlich Auswirkungen auf die Finanzkraft.

Aus der Fülle der Fragen aus dem Publikum können her nur einige aufgegriffen werden: Mit der Zusammenarbeit der Ökumente in Jülich sei er sehr zufrieden, man denke an eine lokale „Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen“ (ACK), beim Stadtfest werde ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Einen Gegensatz von Kirche und Wissenschaft sieht er nicht. Die Wissenschaft erforsche die Schöpfung Gottes

Wolfgang Gunia dankte für die offenen, überzeugenden und ehrlichen Ausführungen und überreichte passend zu seiner Vorliebe für die Region ein Buch über Denkmäler in Jülich.

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