Ein Feuerwerk der guten Laune beim „Ulk“

Von: hivi
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Freudig nahmen Prinz Gerhard und Prinzessin Isabella mit ihrem Gefolge den Bilderordens der KG „Ulk“ Selgersdorf aus den Händen von Vizepräsident Thomas Schmidt entgegen. Foto: Emde

Selgersdorf. Die große Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft „Ulk“ Selgersdorf wurde im festlich geschmückten Zelt zu einem Feuerwerk der guten Laune. Die Erwartungen der Gäste der ausverkauften Veranstaltung an ein Top -Programm, bei dem im bunten Wechsel Reden, Musik- und Tanzbeiträge folgten, wurde zur Gänze erfüllt.

Den musikalischen Part übernahm gekonnt die Band Giovanni Grasso, die seit 22 Jahren für den „Ulk“ da ist. Vizepräsident Thomas Schmidt, der den erkrankten Karl-Heinz Wahn vertrat, führte mit Witz und Esprit durch das Programm. Direkt zu Beginn konnte er ein Highlight ankündigen. Der Elferrat der KG „Ulk“ zog mit dem Traditionskorps Reiterkorps „Jan von Werth“ aus Köln ein. Die Karnevalisten boten ein prächtiges Bühnenbild in den schmucken Uniformen.

Als Ehrensenator und alten Freund der Gesellschaft kündigte Thomas Schmidt „Dä Mann für alle Fälle“, Topstar Guido Cantz, an. Breit war die Palette der aktuellen Themen, die er humorvoll kommentierte. Der kritische Blick auf seine Heimatstadt Köln ließ weder die verunglückten Wahlzettel, das Verkehrschaos, langwierige Baumaßnahmen, die träge Verwaltung noch die aktuellen Ereignisse aus.

Konkreter Vorschlag á la Cantz ist die Berufung von Til Schweiger zum neuen Polizeipräsident von Köln, da er zwar unverständlich nuschelnd im Alleingang alle Probleme lösen kann. Mutterwitz, geschliffene Rede und gezielte Pointen sorgten für Lachsalven. Als Knast wünscht er sich, falls nötig, nur den Aachener, da ihm die Freizeitgestaltung dort besonders gut gefällt. Köstlich waren auch seine Visionen von der Fußball WM 2022 zur Weihnachtszeit. public viewing mit Glühwein und Adventskranz und ein Autokorso durch Selgersdorf, der von einem Streuwagen angeführt wird, waren interessante Perspektiven.

Die „3 Colonias, die mit bekannten Karnevalsliedern Schlagerstars parodierten und mit witzigen Kostümen in Szene setzten, hatten ihre verdienten Lacherfolge.

Tolle Abwechslung im Programm brachte die Tanzgruppe „Zunft Müüs“ aus Köln, die mit ihrem Tanz zu alten Karnevalsmelodien, Hebefiguren und Akrobatik in atemberaubendem Tempo bot.

Fetzige Musik der „Boore“ aus Mechernich schloss sich an. „Wie gut, dass du kein Engel bist“ animierte zum Mitsingen und Schunkeln.

Mit Martin Schopps kündigte Präsident Thomas Schmidt einen neuen Star am Rednerhimmel an. Die Sicht des Lehrers auf die Jugend von heute und die unabänderliche Veränderung in der Gesellschaft bietet immer wieder Stoff für kabarettistische, humorvolle Betrachtung. Die Aufklärungskampagne im Vertretungsunterricht im Fach Biologie bot reichlich Stoff, da der Vorgang der Zeugung in der Computersprache ein ausgesprochener Gag war. Sein Krätzchen zur Thematik wie sich bis 2040 die Welt verändert hat, gewann schon Kultcharakter.

Höhepunkt der Sitzung war der Einzug des Prinzenpaares Gerald I. und Prinzessin Isabella I. (Wilmsmann) mit der Prinzengarde und den „Hoppi-Toppis“. Thomas Schmidt war es eine Ehre, die Bilderorden zu überreichen. In seiner Ansprache forderte Prinz Gerald I.: „Das Leben spielt mal so mal so. Lasst uns feiern.“ Seine Aufforderung setzte er auch sofort in die Tat um, entführte in den Wilden Westen und tanzte gemeinsam mit der Prinzengarde einen Line Dance. Hübsch sahen die Damen der Showtanzgruppe in ihren ansprechenden Kostümen aus. Sie begeisterten mit einer gekonnten Tanz Vorführung mit akrobatischen Einlagen.

Das Zwiegespräch zwischen Fred van Halen und seinem Vogel Aky beleuchtete das Zeitgeschehen und bezog die Personen im Saal durchaus ein.

Jürgen „Hausmann“ Beckers konnte sich auch zu später Stunde noch der vollen Aufmerksamkeit seines Publikums sicher sein. Es lohnte sich, denn ein Gag jagte den anderen. Besonders viele Erinnerungen weckten die Schilderungen an Familienreisen und den mitgeführten Proviant. Sein Vortrag wurde bejubelt, ohne Zugabe wurde er nicht entlassen.

Bekannte Karnevalslieder der „Kolibris“ forderten zum Mitschunkeln und Mitsingen auf. Mit vollem Tempo agierten die „Rheinmatrosen“ in ihren schmucken blauweißen Uniformen. Atemberaubend waren die akrobatischen Pyramiden und Hebefiguren.

Mit der „Kultband Hätzblatt“, einem bunten Medley aus beliebten Liedern und einem großen Finale mit allen Aktiven auf der Bühne endete das Programm einer super Sitzung.

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