Ein Bildungsbund für Kopf und Herz

Von: ptj
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Vertragsunterzeichnungen mit Blick auf die Zukunft: (v.l.) Michael Müller, Fachbereichsleiter der Gemeinde Titz, Gerta Cremers, Leiterin der Kindertageseinrichtung „Zauberwelt“, Bürgermeister Jürgen Frantzen, Rusbeh Nawab, Bildungsmanager am Science College Haus Overach, Heinz Lingen, Pädagogischer Leiter am SCO, und Stefanie Tölkel-Howlett, Leiterin der Primusschule. Foto: Jagodzinska

Titz. Zur nachhaltigen Positionierung auf dem Bildungssektor wurden in der Titzer Primusschule zwei Kooperationsverträge unterzeichnet. Beim ersten handelt es sich um eine Trägervereinbarung zwischen dem Science College und der Gemeinde Titz als Trägerin der Grundschule und der Primusschule.

Der zweite ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Science College und dem Familienzentrum und Gemeindekindergarten „Zauberwelt“. In beiden Fällen unterstützt das Science College (SCO) als akkreditierter außerschulischer Lernort und Jugendbildungseinrichtung für die gesamte Region in den MINT-Disziplinen (Mathematik, Naturwissenschaft, Informatik und Technik) „gerne die Gemeinde, innovative Wege zu gehen“, wie der Pädagogische Geschäftsleiter Heinz Lingen es ausdrückte.

„Ureigenste Aufgabe“

Mit der Kooperation erfüllt das Science College seine „ureigenste Aufgabe“. Neben der praxisorientierten Vermittlung von Fachwissen zählen auch Module zur Studien- und Berufsorientierung zum Programm. Ziel der praxisorientierten Bildungsangebote schon ab frühester Kindheit ist es, die Lern- und Berufschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern.

Das Science College ist zudem Kooperationspartner im Rahmen der Lehreraus- und Fortbildung. Damit entsteht eine „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten.

Stefanie Tölkel-Howlett, Leiterin der Primusschule, sah die Vorteile der Kooperation auf die systemische und die unterrichtsbezogene Ebene und den Ganztag bezogen. Erstere betrifft unter anderem die MINT-Profilentwicklung und die individuelle Förderung wie die Begabtenförderung. Unterrichtsbezogen nutzt die Primusschule gerne auch ganz- und mehrtägig Bildungs- und Experimentangebote und Lehrerfortbildungen am Tagungsort Science College.

Rusbeh Nawab, Bildungsmanager am Science College Haus Overbach, betonte noch einmal die „praxisorientierte Experimentierung“, das heißt, theoretisch Erlerntes in einem viel größeren Forschungsspektrum teamorientiert und praktisch umzusetzen. Das nannte er „Unterricht für Kopf und Herz“.

Gerta Cremers, Leiterin der gemeindlichen Kindertageseinrichtung „Zauberwelt“, arbeitet mit dem Science College bereits seit zwei Jahren zusammen. Der Kontakt kam durch die Auszeichnung der Einrichtung als „Haus der Kleinen Forscher“ zustande. Sie schwärmte von einem Vormittag im SCO-Schülerlabor, den sie „als große Bereicherung für das offene Konzept“ in der „Zauberwelt“ empfand.

Unter vielem anderem hatten die Kindergartenkinder einen Schaumkuss unter einer Vakuumglocke auf die Größe eines Fußballs anwachsen sehen und hatten Käferlarven unter einem Mikroskop betrachtet. Im kindergarteneigenen Forscherraum seien diese spannenden Experimente fortgeführt worden, etwa mit der weiteren Erforschung mitgebrachten Teichwassers auf besagte Käferlarven.

Nicht zuletzt betonte der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen den Blick der Gemeinde auf den gesamten Bildungsbereich, angefangen bei den Kindergärten in unterschiedlichster Ausrichtung bis hin zu der in der Erprobungsphase befindlichen Primusschule, durch die die Gemeinde ab 2018 wieder Sekundarschulstandort wird.

Das sei für eine Gemeinde in dieser Größe keinesfalls selbstverständlich. Nicht zuletzt sieht Frantzen mit Blick auf junge Familien die Notwendigkeit der Attraktivierung einer Gemeinde in Tagebaurandlage, die über neue Verkehrsinfrastruktur zukünftig näher an Ballungsräume heranrückt. In diesem Zusammenhang sei „fachlicher Input“ gefragt.

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