Ein Berg an Spenden für Flüchtlinge in Jülich

Von: ptj
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Ein großer Berg an Sachspenden für Flüchtlingsfamilien an das Christliche Sozialwerk Jülich in der Stephanusschule: Unser Bild zeigt Schulleiter Deiter Joußen und Lehrerin Marie Wagner. Foto: Jagodzinska

Selgersdorf. „Wir wünschen, dass jedes Kind auf der Welt lachen kann...“. Mit diesem Lied drückten die Stephanusschüler musikalisch aus, was sie innerhalb ihrer Projekttage eindrucksvoll umgesetzt hatten: Ein Berg an Sachspenden für Flüchtlingsfamilien krönte die unterschiedlichen Arbeiten zum Themenkomplex „Flucht“.

Schwerpunktinhalte der vielen Pakete und Behältnisse, die die Stephanusschüler gemeinsam mit ihren Eltern gefüllt hatten, waren „Erstausstattungen Küchenbedarf“ sowie Spiel- und Beschäftigungsmaterialien für Kinder. Sogar Fahrräder zählten dazu.

Die Materialspenden nahmen Carmen Gerlach und Uwe Hartge vom Christlichen Sozialwerk Jülich gerne in Empfang, um sie an Flüchtlingsfamilien weiterzugeben.

Die beiden Sozialwerk-Mitarbeiter zeigten sich von der aktuellen Spendenbereitschaft im Jülicher Land „überwältigt“. Es werde so viel gespendet, dass die Koordination durchaus schwierig sei.

Zurück zu den Projekttagen der Stephanusschüler: Mit Rücksicht auf die verschiedenen Entwicklungsstufen der Schüler brachte das Lehrerkollegium ihnen nahe, sich besser in die Situation von Menschen hinein versetzen zu können, für die eine Flucht oftmals der einzige Ausweg aus ihrer lebensbedrohlichen Situation sei.

Es ging um den Wert des menschlichen Miteinanders, um ein Nachfühlen und um Betroffenheit. Wer flieht? Woher, wie und warum? Diese Fragestellungen wurden auf einer der vielen Plakatwände gemeinsam erarbeitet.

Auf einer anderen Wand wurden mit Hilfe einer Weltkarte 15 Stationen einer Flucht von Syrien nach Deutschland nachempfunden. „Ich habe Angst und ich habe Hunger. Mein kleiner Bruder muss ganz still sein. Wir schaffen es, an Land zu kommen“, heißt es etwa in einem erklärenden Text zu einer Zeichnung von einer vor Angst erstarrten Familie.

Nicht zuletzt wurden Bretter für die Solidaritätsaktion der Sternsinger zum Weltflüchtlingstag 2016 unter dem Motto „Leben retten“ gestaltet. Damit wollen Kinder die Verantwortlichen mit einem zusammengebauten Boot als warnendes Zeichen vor dem Europaparlament in Brüssel zum Handeln aufrufen.

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