Ein Abschied und ein Neuanfang im Titzer Rathaus

Von: hfs.
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Nach 27 Jahren Ratsarbeit wird der Müntzer SPD-Politiker Johannes Vaehsen (l.) von Bürgermeister Jürgen Frantzen (v.r.( und dem neuen Beigeordneten Stephan Muckel verabschiedet. Foto: hfs.

Titz. „Zum Empfang gibt es Blumen, zum Abschied Alkohol“, sagte der Titzer Bürgermeister Jürgen Frantzen zu SPD-Urgestein Johannes Vaehsen. Der hatte, überraschend für viele, vor der Sommerpause des Rates angekündigt, sich aus dem politischen Alltag zu verabschieden.

Dieser offizielle Abschied geschah nun bei der ersten Sitzung nach den Ferien, wobei gleichzeitig der neue Beigeordnete Stephan Muckel vereidigt wurde.

„Ich habe in langen Gesprächen versucht, Sie umzustimmen, dies hat aber leider nicht geklappt. Wir bedauern Ihren Rücktritt sehr, denn Sie haben viel für unsere Gemeinde geleistet“, lobte der Bürgermeister den Müntzer Sozialdemokraten Johannes Vaehsen, der nach 27 sehr aktiven Jahren die Ratsarbeit in Titz auf eigenen Wunsch beendete. Dass er aber weiterhin für seinen Heimatort „da sei“, dies kolportierte Frantzen, erzählte, dass Vaehsen sich auch weiterhin aktiv in anstehenden Ortsbelangen betätigen möchte. Wie wichtig Arbeit vor Ort ist, dies weiß Vaehsen zu genüge. Schließlich war er von 2004 bis 2009 Ortsvorsteher in seinem Heimatdorf, darüber hinaus von 1994 bis 1999 und von 2009 bis 2014 Vorsitzender der SPD-Fraktion, für die er 27 Jahre lang im Gemeinderat ebenso Mitglied war wie in verschiedenen Ausschüssen.

Langjährig übernahm er den Vorsitz im Rechnungsprüfungsausschuss sowie den des Ausschusses für Bauen, Planen und Umwelt. Außerdem war er noch Mitglied der Gemeindeentwicklung und Dienstleistungsgesellschaft (GET). „Sie haben besonders mit ihren Ideen von 2009 bis 2014 unsere Gemeinde mitgestaltet“, dankte Frantzen und überreichte ein kleines Präsent, wobei es sich um Amelner Korn gehandelt haben dürfte. Mit stehendem Applaus wurde Vaehsen anschließend vom gesamten Rat verabschiedet, nahm aber noch kurz die Gelegenheit wahr, sich bei allen für die Zusammenarbeit zu bedanken. „Nehmen Sie sich persönlich nicht so wichtig, nehmen Sie die Ratsarbeit wichtig“, merkte er an, betonte, dass er in all den Jahren die Arbeit als Volksvertreter nicht als „Pflicht, sondern als Freude“ angesehen habe. Aber Vaehsen wäre nicht Vaehsen, hätte er nicht noch ein Wort an die Wähler verloren. „Ich hoffe, ich habe Sie nicht oft enttäuscht. Aber auf der anderen Seite bin ich auch enttäuscht worden. Es hält sich somit sicherlich die Waage.

Bevor der Rat aber in eine umfangreiche Tagesordnung einstieg, vereidigte Bürgermeister Jürgen Frantzen den neuen Beigeordneten Stephan Muckel. Der gebürtige Erkelenzer war einstimmig vor den Sommerferien vom Rat gewählt worden und hatte am 1. Oktober seine Ernennungsurkunde erhalten, die aus beamtenrechtlichen Gründen vor dem Dienstantritt ausgehändigt werden muss.

Neben diversen Änderungen von Flächennutzungsplänen, die alle einstimmig verabschiedet wurden, verabschiedeten die Ratsvertreter auch ein neues Zuschussmodell für die Trägergemeinschaften der insgesamt acht Bürgerhäuser. Zudem wurden die Gebühren für den Winterdienst sowie für die Entsorgung der Kleinkläranlagen im Jahre 2017 neu beschlossen.

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