Ein Abend voller Perlen aus Pop und Rock

Von: ptj
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Stimmungsvolle „Female Singers Nite“ vor „wunderbarem Publikum“: Hier sorgt Vollblutmusikerin Claudia Puhl aus Titz mit ihrem Gitarristen Sascha Wilms für Stimmung. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Wir sind viele...“, damit meint Organisatorin Virginia Lisken viele tolle Musikerinnen. Mit dieser Aussage trifft sie voll ins Schwarze, wie die zweite stimmungsvolle Auflage der „Female Singers Nite“ in „unserem Wohnzimmer“ im Bonhoeffer-Haus unter Beweis stellte.

Die „Noiseless“-Initiatorin eröffnete selbst das Event, um sich im Anschluss voll und ganz ihrer Rolle als Moderatorin zu widmen. Mit Cajonist Jo Lisken und Gitarrist Leo Schwan an ihrer Seite rief Lisken geliebte „Rock- und Pop-Perlen“ in Erinnerung, auch wenn sie nicht „unbedingt in der ersten Reihe stehen“. Sie eröffnete im klassischen Rockstyle mit „Go Your Own Way“ von Fleetwood Mac und ließ „New York“ von Snow Patrol folgen.

Zum Repertoire zählten zudem „Tainted Love“ in der Originalversion von Gloria Jones oder das „Jülich-Lied“, wie sie augenzwinkernd ankündigte. Dahinter verbarg sich das Folk-Rock-Stück „All Along The Watchtower“ von Bob Dylan, das das Trio kurzerhand in „Witch-tower“ (Hexenturm) umgewidmet hatte.

Erstmals nach vielen Jahren hatte die erstklassige Gitarristin mit samtener Stimme als Zugabe einen Song aus eigener Feder im Gepäck, das Liebeslied „Neverending Time“.

Zweite im Bunde der Vollblutmusikerinnen war Claudia Puhl aus Titz, die mit ihrer eigenen (Hard)Rockband „Hangover“ tourt. Sie startete ihre Setlist mit „Light up“ von Leona Lewis, begleitet von Gitarrist Sascha Wilms und Percussionist „Björn“, der kurzfristig und scheinbar mühelos den verhinderten Bassisten Helmut Kehren vertrat. Ihre voluminöse Stimme nahm langsam Fahrt auf und entfaltete sich besonders in „Zombie“ von den „Cranberries“.

Zu den größten Elvis-Fans zählt Marlen Krause aus Aldenhoven. Begleitet von ihrem Keyboarder Michael Baumgärtel griff sie zum Mikro und beeindruckte besonders mit ihrer außergewöhnlichen Stimmfarbe. Sie startete mit einem Elvis-Mix aus „If You‘re Looking For Trouble“ oder „In The Ghetto“, sang aber auch souverän Stücke wie „Downtown“ oder „Rose Garden“.

Soul, Jazz, Blues

Letzte im „Super-Women-Event“ war die Susan Lentzen, Kopf der Dürener Band „Soul Drops“, die sich ganz dem Soul, Jazz und Blues verschrieben hat, in Begleitung ihrer beiden Gitarristen Tobias Blue und Karsten Runkel. Sie interpretierte Songs wie „Dock Of The Bay“ von Otis Redding, „Natural Woman“ von Aretha Franklin oder „Me And Bobby McGee“ von Janis Joplin.

Abschließend zeigte sich das energiegeladene Frauenquartett gemeinsam „on stage“ mit „Heros“ von David Bowie.

Erstmalig warf eine begleitende Fotoausstellung einen „Blick auf weibliche Musiker“. (Hobby)Fotografin Heide Buhren fängt einfühlsam den besonderen Moment ein – natürlich aus weiblicher Sicht. Erwähnenswert ist, dass die Fotokarriere unter dem Pseudonym „He Bu Pictures“ der Frührentnerin als „persönliche Therapieform“ dient.

Ehrenamtlich schaut sie für Musiker durch die Linse und hilft ihnen damit, „Werbung für sich zu machen“. Beispiele ihrer Bildmotive sind die Musikerinnen Julia Toaspern und oder Chrissi Poland aus New York City, aufgenommen in der „Kultus Songwriter Lounge“ oder beim Feierabendmarkt in Grevenbroich. Nicht fehlen darf ein Porträt von Virginia Lisken.

Herzenswunsch

Ein Teil des Erlöses, aus der „Female Singers Nite“, genau 165 Euro, kommen der an Leukämie erkrankten Judith aus Jülich zugute. Sie soll sich damit einen Wunsch erfüllen, wenn sie wieder auf den Beinen ist. „Sandrine“, eine Freundin der Familie, berichtete auf Einladung Liskens zusammengefasst: „Es geht ihr besser“, am 24. Tag nach der Transplantation. „Sie wünscht sich nichts mehr, als im Januar wieder in die Schule gehen zu dürfen.“

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