Aldenhoven - Eigenes Dorf für Senioren entsteht in Aldenhoven

Eigenes Dorf für Senioren entsteht in Aldenhoven

Von: Antonius Wolters
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Hier soll das Aldenhovener Seniorendorf entstehen: Investor Raoul Pöhler (v.l.), Ortsbürgermeister Bernd Jansen, Ratsherr Wili Dickmeis und Bürgermeisterkandidat Stephan Spaltner erläutern die Planung. Foto: Wolters

Aldenhoven. Rund 4,5 Millionen Euro will die Gut Köttenich GmbH in den Bau eines Seniorendorfes an der Konrad-Adenauer-Straße in Aldenhoven investieren. Auf einem rund 10.500 Quadratmeter großen Areal sollen 16 barrierefrei gestaltete Bungalows im Bauhaus-Stil mit breiten Türen und größeren Deckenhöhen entstehen, die zwischen 79 und 93 Quadratmetern groß sind und bei Grundstücksgrößen zwischen 116 und 390 Quadratmetern auch über einen kleinen Garten verfügen.

„Die Nachfrage ist riesig, 15 sind schon verkauft“, berichtet Geschäftsführer Raoul Pöhler, der das Projekt vorantreibt. Er weiß aus Gesprächen mit vielen Senioren um das Grunddilemma dieser Bevölkerungsgruppe: Sie wohnen in großen Häusern mit großen Gärten, die ihnen buchstäblich über den Kopf wachsen, möchten aber weder in ein Heim umziehen noch die Heimat verlassen.

Als probate Lösung hat sich Pöhler in Meppen ein dort errichtetes Seniorendorf angeschaut und ist von dem Konzept begeistert. „Was im Emsland geht, müsste auch bei uns funktionieren“, ist er überzeugt.

Dazu tragen die Rahmenbedingungen bei, denn der geltende Bebauungsplan passt, weil er Wohnbebauung zulässt und zudem das Areal voll erschlossen ist, das von RWE Power ursprünglich für landwirtschaftliche Betriebe reserviert worden war, dafür aber nicht mehr benötigt werde und das sich Pöhler für sein Projekt gesichert hat. Ein Lärmgutachten für den Bereich sei in Vorbereitung, berichtet der Geschäftsmann, das Grundlage für notwendige Schallschutzmaßnahmen sei.

Der Standort sei geradezu ideal, denn er liege zentrumsnah, bietet gleichzeitig Nahversorgung und die Natur buchstäblich vor der Türe. Auf die Klientel zugeschnitten hat Pöhler zudem ein spezielles Servicepaket geschnürt, das eine Rundumversorgung mit Pflege, Hauswirtschaft und Hausmeister-Tätigkeiten umfasst. So werden gleichzeitig etwa 15 Arbeitsplätze geschaffen. Nicht zuletzt ist man in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Düren den Interessenten behilflich, ihre eigene Immobilie zu verkaufen. Zudem haben Erben später keine Probleme mit der Rückgabe des Hauses, sichert Pöhler zu. Er sagt, dass die 15 Bewerbungen aus Aldenhoven und Inden kommen.

„Ich will das duplizieren“, sei das geplante Aldenhovener Seniorendorf laut Pöhler ein Musterprojekt für das Unternehmen und „ein Schritt in die Zukunft“, das gleichzeitig das Wohngruppenprinzip in den Seniorenheimen auf die grüne Wiese bringe. „Wir brauchen beides“, ist Pöhler überzeugt, dass die angedachte Quartierlösung auch in Aldenhoven passt und den Interessen vieler Menschen entspreche.

Stephan Spaltner, dem Raoul Pöhler in seiner Eigenschaft als SPD-Ortsvereinsvorsitzende die Bewerbung für das Bürgermeisteramt in Aldenhoven als unabhängigem Experten angetragen und schmackhaft gemacht hatte, bezeichnete die Pläne als „tolles Projekt für Aldenhoven“. Es sei gleichzeitig ein gutes Beispiel dafür, dass man auch „mit privaten Investoren solche Projekte auf den Weg bringen kann“.

Bauzeit beträgt etwa ein Jahr

Was die zeitliche Dimension betrifft gibt es ebenfalls bereits konkrete Vorstellungen. Nach der notwendigen Änderung des Bebauungsplanes soll die Erschließung des Geländes noch in diesem Jahr erfolgen. Nach dem ersten Spatenstich rechnet Raoul Pöhler, dass innerhalb von zwölf Monaten das Dorf steht. Um den Bau der Bungalows zu beschleunigen, sollen unter anderem Beton-Fertigteile eingesetzt werden.

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