Eifelvereins-Ortsgruppe Jülich: Mit 100 in den allerbesten Jahren

Von: ma.ho.
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Zum 100-jährigen Bestehen der Ortsgruppe Jülich des Eifelvereins überreicht Landrat Wolfgang Spelthahn (3.v.l.) die Eichendorff-Plakette des Bundespräsidenten an den Vorsitzenden Bernd Flecke (4.v.l.) und den Ehrenvorsitzenden Willi Peltzer (2.v.l.). Foto: Horrig

Jülich. Seit 100 Jahren auf Schusters Rappen: Die Ortsgruppe Jülich des Eifelvereins feiert einen stolzen Geburtstag. Den passenden Rahmen bot ein Festakt am Sonntag im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums Zitadelle, wo eine hochkarätige Besetzung der Bläser des Collegium Musicum den Festakt würdevoll eröffnete.

Ortsgruppenvorsitzender Bernd Flecke begrüßte die vielen Gäste und ließ sie an seinen Gedanken zum Jubiläum teilhaben: So bezeichnete er die vergangenen 100 Jahre als ein Jahrhundert der Begegnungen - mit Natur- und Kulturlandschaften, begleitet von Menschen über Generationen hinweg. Flecke freute sich ganz besonders, an diesem Jubelfest mit Paula Bern (93 Jahre) das älteste anwesende Mitglied der Jülicher Ortsgruppe sowie den Ehrenvorsitzenden Willi Peltzer in Reihen der Festgäste willkommen heißen zu können.

Mit einigen Sätzen ging der Vorsitzende auch auf die Geschichte ein. Vor 100 Jahren - am 19. Januar 1909 - begann die Ortsgruppe mit 20 Mitgliedern, angeführt von dem damaligen Bürgermeister Wilhelm Vogt. Höhen und Tiefen prägten das Bild einer Gruppe, die durch die Leistung von Generationen getragen wurde.

Heute präsentiert sich die Gruppe mit 480 Mitgliedern, davon 34 Jugendlichen. Flecke verlieh seiner Hoffnung auf weitere Pflege des gemeinsamen Gedankengutes und der treuen Verbundenheit der Mitglieder Nachdruck. Weiterhin erklärte: „Wandern befreit von den Fesseln des Alltags und ist Balsam für Körper und Geist. Wandern ist der Weg ins Freie”.

Bürgermeister Heinrich Stommel, Schirmherr des Jubiläums, erklärte, dass er als „Kind des Ruhrgebietes” die Eifel in den 70er Jahren kennen- und schätzengelernt hat. Er zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Landschaften. Auch er warf einen Blick auf die 100 Jahre währende Vereinsarbeit und zeigte sich beeindruckt von über 180 Veranstaltungen mit fast 30000 Teilnehmern jährlich.

Landrat Wolfgang Spelthahn überbrachte als Jubelgeschenk die Eichendorff-Plakette, verliehen vom Bundespräsidenten. Kurz erläuterte er die Bedingungen der vom ehemaligen Bundespräsidenten Karl Carstens gestifteten Plakette - 100 Jahre Bestehen des Wandervereins, Würdigung der Aktivitäten während der letzten fünf Jahre und Perspektive für eine Weiterentwicklung der Ortsgruppe. Zur Ehren kamen einige Mitglieder für ihre Verdienste um die Ortsgruppe Jülich.

Willy Schuster, langjähriger Wanderführer und Initiator von 36 Wanderreisen, die er selbst geplant, organisiert und durchgeführt hat, bekam eine Urkunde. Die Grünen Verdienstnadeln überreichte Bezirksvorsitzender Josef Hüttemann an Gisela Riedel, seit vier Jahren Geschäftsführerin, sowie an Renate Lammertz und Manfred Schüller, die sich als unermüdliche Wanderführer der Mittwochs-Tagesgruppe erwiesen haben.

Die Verleihung der Silbernen Verdienstnadel ging aufgrund ihrer Verdienste um die zweite Mittwochs-Tagesgruppe und ihres Engagement um die von ihr vor 13 Jahren gegründete Familien-Wandergruppe an Susanne Lehmann. Diese Ehrung nahm der Vorsitzende des Eifelvereins, Dr. Hans Klein, vor. Die Kinder der von ihr gegründeten Gruppe bedankten sich bei Susanne Lehmann mit langstieligen Rosen und einem auf sie zugeschnittenen Lied, das Inge Duwe mit dem Akkordeon begleitete.

Musikalische Akzente und einen würdigen Rahmen gaben der Veranstaltung die Beiträge des Collegium Musicum, des RWE-Chors Eschweiler, unter der Leitung von Ernst M. Simons, sowie von Inge Duwe am Klavier und „Gastgeber” Karl-Heinz Kreiner mit der Violine.
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